Auf der Autobahn liegen geblieben...

Probleme, technische Mängel oder was auch immer euch an den Auris stört.

Auf der Autobahn liegen geblieben...

Beitragvon Oll1 » 19.07.2010, 00:22

Guten Abend allerseits!
Und wieder wurde ich von meinem Auris bitter enttäsucht.
Ich war die letzten Tage im Urlaub in Holland. Heute Nachmittag haben wir uns dann auf den Rückweg gemacht, um so gegen 20 Uhr gemütlich zu Hause anzukommen. Vor etwa einer halben Stunde war ich daheim. Der Grund dafür:

Ich fahre, nichts ahnend, grademal 20km vom Startpunkt in Holland entfernt, plötzlich fängt der Auris an zu piepsen und im Amaturenbrett beginnt die Lichtorgel:
Motorprüflampe geht an, im Display steht abwechselnd "Motor Prüfen" und "VSC Prüfen". Erste Reaktion: Warnblinker einschalten, auf dem Standstreifen ausrollen lassen. Warnweste an, Warndreieck aufgestellt, Motorhaube auf, nichts zu sehen. Nun erlaubte uns die holländische Standspur glücklicherweiße durch ihre Breite einen halbwegs sicheren Aufenthaltsort. Wir dennoch das Auto erstmal "abkühlen" lassen (was nach nur 20km fahrt meines erachtens nach Quatsch war, man tut aber ja schließlich alles damit das Schätzchen wieder läuft). Dann mal grob auf Kühlwasser und Öl geguckt; alles in Ordnung. Nun standen wir glücklicherweise vor einem Schild mit dem Symbol für eine Tankstelle und dem netten Hinweiß 1500m. Ich also, verbotener Weiße, langsam auf dem Standstreifen bis zur Tankstelle. Gut, sicher stehen tun wir schonmal. Da nach mehrmaligem An- und Ausschalten des Motors sich noch nichts getan hat die Auslands Hotline von Toyota angerufen. Am Telefon machte mir die leicht genervte Dame (wieso die genervt war weiß ich nicht, eigentlich hätte ich Grund dazu gehabt?!) den Vorschlag, wenn der Motor ja laufen würde könnte ich ja mit 60km/h noch nach Hause fahren und morgen dann eine Werkstatt aufsuchen. Als ich die Dame dann darüber aufklärte, dass ich noch gut 350 km zu fahren hatte kam dann die Option einen raus zu Schicken der dann (Wortlaut) "Sie wahrscheinlich in die nächste Werkstatt schleppen wird und ihnen dort dann ein Leihwagen zur Verfügung stellen wird" Daraufhin ich: "Aber ja wohl alles auf Kosten von Toyota, oder?" Die Dame "Das Abschleppen und das Reparieren schon, nur müssten sie dann in den nächsten zwei bis drei Tagen wieder nach Holland kommen, um die Fahrzeuge wieder zu tauschen". Gut, ich entschied mich dennoch dafür, dass die mal einen vorbei schicken "Ich werde mich darum kümmern, das wird aber eine ganze Zeit lang dauern!" Nach gut 20 Minuten klingelt mein Handy, ein Herr dran: "Toyota Deutschland, schönen guten Tag! Ich habe hier ihren Fall aufgenommen. An ihrem Auris springt der Motor nichtmehr an?" Ich ihn über den wirklichen Stand der Dinge aufgeklärt, mir die Leier mit dem Weiterfahren angehört, ihn darüber aufgeklärt, dass im Handbuch steht die nächste Werkstatt aufsuchen, um es überprüfen zu lassen, er also wiederwillig bestätigt: "Gut ich gebe das jetzt weiter an einen Partner in Holland, der schickt dann einen raus, das wird allerdings 45-60 Minuten dauern!" Ich mir also die Zeit auf dem Rastplatz vertrieben, bzw. damit im Auto zu sitzen, in den Rückspiegel zu starren und bei jedem Auto, was auf den Parkplatz fährt zu hoffen es wäre einer von der "Straßenwacht", wie der ADAC dort so schön heißt, oder sonst jemand, der mir helfen wird. Nach 1 Stunde und 45 Minuten wurde ich dann erlöst. Aber eigentlich doch nicht. Anstatt einem Servicewagen oder ähnliches kam ein sehr junger Kerl, ohne jegliche Kenntnisse über Deutsch direkt mit dem Abschlepper. Er fährt direkt vor mich und macht schonmal alles zum Schleppen bereit. Dabei habe ich ihn dann mal unterbrochen, um ihm das Problem zu zeigen. Er guckte kurz, guckte kurz in den Motorraum, schnappte sich sein Handy und machte dann nach dem Telefonat weiter mit dem Aufbocken. Uns wurde dann der Platz in der Fahrerkabine freigeräumt und ich konnte meinen Auris fahren sehen, ohne dass ich ihn fuhr... Nach etwa 10km erreichten wir dann eine kleine Werkstatt, mit Schildern "Bosch Service". Dort nahm er sich dann sein Fehlerlesegerät zur Hand und klemmte es an. Nach einigen weiteren Telefonaten machte er uns dann mit Händen und Füßen deutlich, dass irgendein Sensor kaputt sei und ich einfach ganz normal weiter fahren solle, erst wenn das Lämpchen rot würde sollte ich anhalten. Also gesagt getan, auch wenn ich damit nicht so ganz zufrieden war, denn dafür hätte ich nicht 2 Stunden verplämpern müssen. Mit dem andauernden Piepsen und der Lichtorgel vor mir also die Fahrt fortgesetzt. Dann unterwegs kurz halt an einer Tankstelle gemacht: An der Zufahrt eine Regenrinne, die ich erst spät gesehen hatte und daher auch relativ schnell durch war. Bumm!! Einmal ordentlich geknallt und gut war, wie es halt ist, wenn man durch ein Schlagloch fährt. Wie ich dann von der Tankstelle weg fuhr war es plötzlich ruhig im Auto. Auch die Lichtorgel war aus... Und bis jetzt ist auch nichts wieder angegangen.
Also was lerne ich daraus? Das nächste mal wenn er mal wieder einen Fehler ausgibt einfach kräftig durch eins der Zahlreichen Schlaglöcher in der Umgebung und das Problem ist gelöst!

Werde aber trotzdem morgen mal zum Händler fahren und den mal dabei gucken lassen.
Eigentlich könnten die mir als Entschädigung jetzt :carwash: :mrgreen: :mrgreen:
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Re: Auf der Autobahn liegen geblieben...

Beitragvon Ice-T » 19.07.2010, 08:57

Spontane Selbstheilung .cool Respekt aber nichts ist unmöglich. Shit Elektronikkrams , da steht man da und guckt auf die Kabel, Stecker, Sensoren und schwarzen Kästen und kann nichts machen schon. Ist aber schon blöd gelaufen.
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Re: Auf der Autobahn liegen geblieben...

Beitragvon laurooon » 19.07.2010, 09:07

Ich denke auch, dass diese Art von Fehler von der "Verelektronisierung" in den heutigen Fahrzeugen kommt. Eine unliebsame Begleiterscheinung vom ganzen Technikwirrwar. Tut mir echt leid, dass es so für dich gelaufen ist, aber das hätte jedem passieren können.

Ein Erklärungsversuch von mir:

Es wird nicht für jede physikalische Stellgröße ein eigener Sensor installiert. Vielmehr versucht man aus den schon vorhandenen Größen, die fehlenden zu errechnen. Ein Sensor baut also auf dem anderen auf. Geht ein Sensor in dieser Kette kaputt, so haben fortan viele Gleichungen Unbekannte, da sie ja nicht ermittelt (eigener Sensor), sondern errechnet wurden. Dadurch blinkt dann das Amaturenbrett wie ein Weihnachtsbaum und das Auto weiß nicht mehr, wo vorne und hinten ist. Hier wird gespart. Das machen aber alle so. Natürlich erschwert das die Fehlersuche.

MfG
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Re: Auf der Autobahn liegen geblieben...

Beitragvon Oll1 » 19.07.2010, 11:04

Ich vermute mal ganz einfach, dass durch die enorm vielen "Verkehrsberuhiger" in Holland, diese Bodenwellen, sich irgendwo etwas gelockert hatte und sich das dann wieder richtig gesetzt hat, als ich nochmal kräftig über ein Hubbel gefahren bin.
War nur ein sehr ungünstiger Zeitpunkt :|

Ich werd auf jeden Fall jetzt mal zum Händler fahren und sehen ob der noch was findet. :D
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Re: Auf der Autobahn liegen geblieben...

Beitragvon laurooon » 19.07.2010, 11:06

Indem Fall liegt aber der klassische Wackelkontakt vor. :) Sowas darf sich durch einen Hubbel nicht lösen, denn tritts sporadisch immer mal wieder auf. Also bleib dran. .top
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Re: Auf der Autobahn liegen geblieben...

Beitragvon Oll1 » 19.07.2010, 12:53

So, am Freitag bekomme ich also einen neuen "Kurbelwellensensor" eingebaut. Natürlich der übliche Spruch: "Das hatten wir noch nie an dem Modell!" Ich bin ja mal gespannt, auch darauf, was der Auris noch so alles für Überraschungen für mich offen hält :D
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Re: Auf der Autobahn liegen geblieben...

Beitragvon CyberBob » 31.07.2010, 00:10

Doofe Frage... Aber was genau macht dieser Kurbelwellensensor? *grübel*
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Re: Auf der Autobahn liegen geblieben...

Beitragvon Valvematic » 31.07.2010, 07:03

CyberBob hat geschrieben:Doofe Frage... Aber was genau macht dieser Kurbelwellensensor? *grübel*

----->KURBELWELLENSENSOR<-----
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Re: Auf der Autobahn liegen geblieben...

Beitragvon CyberBob » 31.07.2010, 09:59

Also gleiche Funktion wie der Nockenwellensensor... 8)

Man lernt nie aus... Danke für den Link...
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Re: Auf der Autobahn liegen geblieben...

Beitragvon Freddie76 » 31.07.2010, 11:43

Ach, Elektronik im Auto, Fluch oder Segen.
Sieht man an deinem Beispiel sehr gut. Ein poppeliger Sensor mit nem Wackler und schon gibts derbe Probleme.
Keine Ahnung, aber Elektronik kommt doch beim Auris von Bosch, meine für´n Motor. Ob der Wechsel von Denso so eine gute Idee von Toyota war...
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Re: Auf der Autobahn liegen geblieben...

Beitragvon Arrow1982 » 31.07.2010, 14:48

Das war eine Entscheidung der Abteilung Rechnungswesen. Wird wohl pro produziertem Auto dann 5 Cent billiger sein.
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Re: Auf der Autobahn liegen geblieben...

Beitragvon CyberBob » 05.08.2010, 00:08

DENSO beliefert noch ausreichend viele Teile für TOYOTAs...

Für uns ist BOSCH ein Vorteil... So kann uns an jeder beliebiger Ecke geholfen werden... Ausser die BOSCH werkstätten habe es noch nicht mitbekommen... :P
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