Bremsen vorn - TÜV Hauptmangel

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clemo
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Bremsen vorn - TÜV Hauptmangel

#1 Beitrag von clemo » 06.09.2019, 19:28

Toyota Auris 2 HSD, Bj. 2014, 39.000km

Hallo zus.,

ich war mit meinem Hybrid vor 2J. zum 1. Mal beim TÜV (Auris 3J. alt) und der TÜV-Ingenieur hatte bereits die Bremsscheiben vorn mit geringem Mangel (leichter Kragen auf der Innenfläche der Innenseite der Bremsscheibe) bemängelt. Sein Tipp: Bitte öfters mal die Bremsen künftig stärker mal betätigen. 2J. u. 3 Monate später - Wagen inzwischen 5,4 J. alt und ca. 39.000km gefahren - zeigte das gleiche Fehlerbild wie früher, jedoch nur stärker ausgeprägt und diesmal als Hauptmangel beurteilt und ich bin durchgefallen. 3 Tage später habe ich die beiden Bremsscheiben kmpl. mit Bremsklötzen (Fabrikat ATE) austauschen lassen. Die alten Bremsscheiben habe ich mir zurück legen lassen wegen evtl. Reklamation bei Toyota.

Nun zur Analyse der Ursache: Der sehr erfahrene TÜV-Mann hat mir mitgeteilt, dass dies einerseits mit dem Bremssystem zusammen hängt und durchaus mit meinem Bremsverhalten zusammen hängen kann. Aus diesem Grunde werden bei anderen Fabrikaten die Bremsklötze von Zeit zur Zeit automatisch leicht angelegt. Also ich habe meinen HSD offensichtlich zu sehr auf Rekuparation getrimmt und immer nur zu sachte gebremst?

Da ich die Schadensbilder hier nicht hochladen kann folgende Beschreibung: Beide Bremsscheiben zeigen das gleiche Fehlerbild vorn. Der Kragen ist ca. 2cm breit i.d. Mitte der Lauffläche und nur auf der Innenseite der Bremsscheibe. Die dazugehörigen Bremsklötze sind tatsächlich wenige 1/10mm in der Mitte stärker abgenutzt. Der Bremsklotz auf der Innenseite ist ca. 2mm insgesamt stärker abgelaufen.

Im ganzen Internet habe ich kein solches Fehlerbild gesehen und auch nicht hier im Forum. Nach so wenig km und 430Euro erleichter nun durch diese Repartur möchte ich eine wirkliche Lösung. Auf Kulanz setze ich natürlich nicht!

Bin gespannt auf eure Kommentare?

Gruß Clemo

Ps: Bin sonst sehr zufrieden mit dem Hybrid - aber künftig stärker bremsen kann nicht die Lösung sein oder alle 2-4J. neue Bremsscheiben.

freis
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Re: Bremsen vorn - TÜV Hauptmangel

#2 Beitrag von freis » 06.09.2019, 20:20

Nun ja, bei 39.000km in fünf Jahren werden sicher IMMER die Bremsscheiben an Unterlast und somit Rostrand sterben.

Ich bin nun in 18Monaten über 60.000km unterwegs gewesen
und nur durch bewußtes kraftvolles Abbremsen bis hinein in den ABS-Regelbereich von Landstrassentempo auf Ortseingangsgeschwindigkeit
kann ich den Rostrand an den Scheibenbremsen der Vorderachse einigermaßen unterdrücken.

Ich habe damit aber kein Problem, denn das sind Verschleißteile diese Bremsen, die durch Hitzeentwicklung Bewegungs-Energie umwandeln müssen.
Ab und zu derart gebremst ist immer noch weniger Verschleiß als beim klassischen Auto (1.0 = ohne Hybridstrang).

Da wird dir wohl ein planmäßiger Wechsel alle vier Jahre bevorstehen.
Gute Grüße,
freis
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Re: Bremsen vorn - TÜV Hauptmangel

#3 Beitrag von Langolier » 07.09.2019, 07:51

Bei meinem Auris (Bj. 2013) wurde dieses Jahr im März nach 105.000 km zum ersten Mal etwas an den Bremsen gemacht (Austausch der Scheiben und Beläge hinten). Beanstandungen wegen Rost gab's zuvor nicht - obwohl ich den nie bewusst "weggebremst" habe. Rost an den Bremsscheiben ist mir bisher nur aufgefallen, wenn mein Auris mal länger gestanden hat (z.B. nach Dienst- oder Urlaubsreisen).

Ich bin ein eher defensiver Fahrer und nutze gern die Rekuperation anstelle der Bremsen. Allerdings ergibt es sich - verkehrsbedingt - mehrmals im Monat, dass auch die Bremsen etwas mehr bis viel zu tun bekommen. Offenbar reicht das aus, um dem Rost Herr zu werden.

Gruß
Pirx

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Re: Bremsen vorn - TÜV Hauptmangel

#4 Beitrag von clemo » 08.09.2019, 11:43

Bitte unbedingt nochmals mein Schadensbild nachlesen: Ich habe keinen typischen Rostrand, sonder einen 2cm aufstehenden Kragen auf der Mitte der Lauffläche, was ziemlich einmalig ist. Vielleicht lade ich die Bilder auf facebook hoch.

freis
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Re: Bremsen vorn - TÜV Hauptmangel

#5 Beitrag von freis » 08.09.2019, 14:42

Letztendlich trotzdem zu wenig belastet diese Bremse.
Durch zu wenig/seltenen "Anpressdruck" an der Innenseite.

Die Innenseite ist meist noch weniger druckbelastet als die Aussenseite,
da erst der Bremskolben in der Bremszange (von aussen) drücken muß und dadurch erst die Innenseite "nachzieht" an die Bresmscheibe.

Gute Grüße,
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Re: Bremsen vorn - TÜV Hauptmangel

#6 Beitrag von nightsta1k3r » 08.09.2019, 15:05

freis hat geschrieben:
08.09.2019, 14:42
da erst der Bremskolben in der Bremszange (von aussen) drücken muß und dadurch erst die Innenseite "nachzieht" an die Bresmscheibe
Genau umgekehrt ;) .
Der Kolben ist aus Platzgründen innen, liegt durch den Druck zuerst an und zieht dann über den Faustsattel den äußeren Belag an die Scheibe.

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Re: Bremsen vorn - TÜV Hauptmangel

#7 Beitrag von freis » 08.09.2019, 20:34

oder so!
:denken:
Stimmt, der Kolben ist ja innen!! :top:

...trotzdem bleibt eine Unterbelastung der Bremse zurück.
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Re: Bremsen vorn - TÜV Hauptmangel

#8 Beitrag von technikus » 09.09.2019, 07:25

ohne Deine Fotos wirst Du hier im Forum kaum passende Diagnosen erhalten. Bisher haben wir hier immer Fotos bzw. pdf-Dateien hochladen können, warum Du nicht?

Gruß technikus

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Re: Bremsen vorn - TÜV Hauptmangel

#9 Beitrag von Tim » 09.09.2019, 19:15

clemo hat geschrieben:
08.09.2019, 11:43
Bitte unbedingt nochmals mein Schadensbild nachlesen: Ich habe keinen typischen Rostrand, sonder einen 2cm aufstehenden Kragen auf der Mitte der Lauffläche, was ziemlich einmalig ist.
Meinst du sowas?
Bild
So sah meine nach ca. 5 Jahre (ab EZ, ich habe ihn erst 4,5 Jahre) und knapp 100Tkm aus

Die Außenseite sah besser aus:
Bild

Ich vermute folgendes als Ursache:
Beim Hybrid wird die vordere Bremse schwächer belastet als hinten, folglich wird Rost nicht so gut weggebremst. Soweit so klar.
Auf der Innenseite haben wir im Gegensatz zur Außenseite das Staubblech. Ich vermute, dass dort (weil schlechter belüftet) eher Wasser kondensiert und dann fürRost sorgt. Wenn man dann nicht täglich fährt, braucht es mehr Anpressdruck, um sie wegzubremsen. Und das ist vorne eben nicht gegeben. Wenn dann einmal Rostpickel stehen bleiben, wird der Belag dort stärker weggeschliffen. Der liegt dann dort auch nicht mehr an der Stelle an und es kann sich im kompletten Ring ausbreiten und breiter werden.

Ich würde nicht so weit gehen und das als Konstruktionsfehler bezeichnen. Es ist aber eben eine schwäche.

Auf der anderen Seite sind 5 Jahre eine gute Zeit für die Bremsen. Klar, war die Materialstärke noch so, dass sie weiter gehalten hätte. Aber ich merke jetzt schon einen Unterschied von den neuen ATE zu den alten Gammeligen.

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Re: Bremsen vorn - TÜV Hauptmangel

#10 Beitrag von PMueller » 09.09.2019, 21:00

Nur mal zum Vergleich: Bei meinem 3 Jahre Nichthybriden haben zwei Werkstätten unabhängig voneinander befunden, dass meine Bremsen demnächt erneuert werden müssen.
Keine Ahnung, ob es dieselbe Geschichte ist wie hier diskutiert, aber wenn bei unserem Neuen erst nach 5 Jahren Bremsen ein Thema werden, bin ich nicht unglücklich. ;-)

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Re: Bremsen vorn - TÜV Hauptmangel

#11 Beitrag von clemo » 14.09.2019, 11:01

Erst mal Danke für die hilfreichen Antworten hier. Das Fehlerbild entsprich ziemlich genau wie auf dem 1. Foto von Tim zu sehen, wobei der aufstehende Kragen (geschätzt 0,3mm und nur auf der Bremsscheibeninnenseite zu sehen) in der Mitte der Bremsscheibenfläche etwas breiter mit ca. 2cm ausfällt.

Auch die Beschreibung der Fehlerursache passt ganz gut mit meiner zusammen. Auf der Außenseite der Bremsscheibe wird mehr gebremst als auf der Innenseite, weshalb hier die Bremsscheibe noch jungfräulich aussieht, was wie oben gut beschrieben mit dem Bremssattelsystem zusammen hängt. Durch die dauernde Unterforderung bildet sich vor allem nach längeren Standzeiten Flugrost auf der Bremsscheibe, der relativ abbressiv ist und den weichen Belag in der Mitte einschleift, so dass sich der Kragen mit der Zeit aufbaut.

Bei mir war tatsächlich, war beim gleichen TÜV, beim 1. TÜV nach 3J. der Kragen auf beiden Seiten zu sehen, aber noch nicht so stark ausgeprägt wie jetzt nach 5J. Damals kam ich noch davon mit dem Tipp, einfach mal immer wieder stärker zu bremsen.

Ich habe für die Reparatur mit ATE-Bremsen kmpl. mit 4 Bremsklötzen und Montage und TÜV-Nachprüfung 420€ + 13€ bezahlt. So viel kann nicht rekuperieren an Energie, um diesen Betrag wieder rein zu holen, so dass ich die Ratschläge hier jetzt berücksichtigen werde.

Ps: Klasse auch der Hinweis hier wie man Bilder hier im Forum hochlädt.

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Re: Bremsen vorn - TÜV Hauptmangel

#12 Beitrag von technikus » 15.09.2019, 10:51

Alles wieder verdreht. Lies Dir mal die oberen Beiträge durch, dort steht das der innere Bremssattel zuerst angelegt wird (schwimmender Bremssattel d.h. nur ein Bremskolben einseitig innen) also innen normalerweise glatter sein müsste. Wenn die Werkstätten aber schlampig arbeiten und jeweils nicht vorschriftsmäßig je 30 Tkm die Bremse ordentlich reinigen, dann klemmt irgendwann der Bremssattel.
Die Variante mit dem Kondenswasser/Rostbildung durch das Abschirmblech hat mir die Werkstatt auch versucht zu erklären. Wo ich aber täglich 70 km gefahren bin und einmal täglich extra stark bremste, konnte ich diese Version kaum glauben nach 105 Tkm und schlechtem Tragbild vorn innen.

Gruß technikus

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Re: Bremsen vorn - TÜV Hauptmangel

#13 Beitrag von Tim » 16.09.2019, 22:49

Das mit dem Kondenswasser ist ein Verdacht, den ich - und nicht meine Werkstatt - geäußert hat.
Wenn ich draußen stehe und es regnet sahen die Scheiben sofort braun aus. Ich will nicht wissen, was im Herbst passiert (Nebel, Tau), wenn ich 2 Wochen im Urlaub und das Auto steht.
Bin mal gespannt, wie die ATE nach nem Regentag aussehen.

420€ finde ich heftig. Hab fürs Material 110€ gezahlt. Der Wechsel vorm Haus hat 1,5 Stunden gedauert.

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