Meine erste Erfahrung mit einem Hybrid. :-)

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Tauris_2
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Meine erste Erfahrung mit einem Hybrid. :-)

#1 Beitrag von Tauris_2 » 10.01.2017, 19:24

Hallo,

tolles Forum hier und verdammt viel zu lesen!!! ;-)

Ich bin auch seit einigen Tagen Besitzer eines Auris Hybrid und sehr begeistert.
Nach der Probefahrt konnte ich nicht anders..... :-)


Nun habe ich ein paar praktische Tage mein meinem hinter mir und bin so am überlegen....
Klar, der Verbraucht ist von viellerlei Dingen abhängig.

Trotzdem wundern mich noch ein paar Sachen und wollte mal hier nachhaken.

Meine Strecke ist einfach: 15 Km. 75% Stadt, 25% Landstraße.

Die Batterie ist meist auf 2 Balken. Beim Losfahren springt gleicht der Benziner an, ist auch klar, da kalt.

Meine ersten zwei Fahrten waren bei 4,5 L/km, gestern und heute allerdings 5,5 L/km.

Zur Zeit fahre ich noch ohne Audio-Untermalung, Navi oder Klimaanlage, um mich mit den Fahrgeräuschen vertraut zu machen.
Ist der Hammer, finde ich. :-)

Temperaturen waren auch ziemlich gleich: -2°C

Habe vor ein paar Tagen das erste mal getankt, war noch etwas drin. Klar, erst beim nächsten Tanken sehe ich, was wirklich verbraucht wurde.

Auch ist ein Hybrid auch etwas anders zu fahren, als ein normaler Benziner, finde ich zumindest.

Was mir noch nicht so ganz klar ist, wann wird elektrisch unterstütz? wann kommt der Elektromotor zum Einsatz?
Geht mir jetzt speziell um die kalte Jahreszeit. Im Sommer dürfte der Wagen sich etwas anders verhalten.

Morgens- Eiskalt-
Starten und gleich losfahren. Akku: 2 Balken. Benziner ist gleich mit an.
Klima ist aus, Temperatur habe ich auf 20 Grad, 2-3 Ventilator, Gebläse auf die Frontscheibe.
Man merkt, das der Wagen nach ca. 1 km schon im inneren Warm wird. Super gut! (Trotz großer Minusgrade finde ich es im Auris nicht so kalt, hmm.)
Stadtverkehr, 30er Zone, eine kurze 50 Zone und dann auf die Landstraße, mit 70-100.
Noch keine EV Unterstützung zu sehen.

Nach einer kurzen Strecke auf der Landstraße kommt erst ab Tempo 70 dann mal das grüne EV-Zeichen.
Benziner ist auch noch an. Anscheinden das "Gleiten". Aber werde langsamer. Gebe ich etwas Gas,
dann EV-Zeichen aus und Benziner arbeitet nur noch. Wagen ist warm, würde ich sagen. Fahrzeit ca. 6 Minuten.

Akku: 5-7 Balken grün. Schwankt halt während der Fahrt.

Dann komme ich wieder in eine Stadt, 50er Zone, prima denke ich. EV-Zeichen geht an. Allerdings ab 50 Km/h wieder aus.
Ich muss unter 50 Km/h sein, damit der EV die Fahrt unterstützt? Auf einer ebenen Strecke. Das kann eigentlich nicht der Sinn sein, oder?
Möchte ja kein Verkehrshindernis werden.
Ist mir heute mehrfach aufgefallen. 30er Zone ähnliches Spiel. Sobald ich etwas über 30 komme, geht der Benziner an und EV-Zeichen aus.

Einige Start und Stops durch die Stadt, durch Fußgänger. dann eine kurze Landstraße von 3 Km. Tempo 70, wenig EV Unterstützung.

Wieder in die Stadt rein. Und auf der Arbeit ankommen. Akku: 2 Balken.



Das Anfahren finde ich auch ziemlich lustig, allerdings hatte ich doch irgendwie mehr erwartet, vom Elektromotor. Naja, vielleicht bei Hybrid 2.0 ;-)
War halt falsche Vorstellung. Auch die Reichweite des Hybrid, die rein elektrische Fahrt.
2Km. Naja....aber egal. Ich wollte ein Hybrid!!! Diesen!!!


Wie ich anfahre:
Möglichst Zügig auf 30 oder 50, je nachdem, aber da schaltet sich auch gleich der Benziner ein und jubbelt auf über 10 L/km oder mehr hoch.
Also eine kurze Distanz, dann habe ich mein normales Tempo und dann sollte möglichst dieses "gleiten" kommen. Was auch manchmal passiert, siehe oben.

Auch bin ich schon langsam angefahren, da läufts bis 15L/km. Also schon schwächer, aber brauche auch länger um auf Tempo zu kommen.
Wenn ich so allerdings anfahre, gibt es immer wieder Lichthupe hinter mir. Nicht so doll. Mache ich dann nur, wenn keiner hinter mir zu sehen ist...

Muss noch rausfinden, was für meine Strecke am besten ist. Wann, wo und wie der Akku auch optimal geladen werden kann, falls man das so planen kann.
Aber ich denke, wenn man das einmal weiß, kann man sich auch den Situationen anpassen.

Tempomat hatte ich auch auf der Landstraße bei Tempo 70 drin, aber da ist der verbrauch bei 7L/km und keine EV-Unterstützung zu sehen.
Ist das normal?

Da fällt mir ein, den Reifendruck müsste ich mal prüfen, hatte ich noch nicht gemacht, ist ja auch für den Verbrauch mit einzubeziehen.

Weiß jemand von Euch, ob und was Stahlfelgen mit Winterreifen mehr verbrauchen?

Tja, den Energiemonitor finde ich ja im Menü, aber was der so aussagt, leider nicht, auch nichts in der Anleitung gefunden.
Oder überhaupt die ganzen Menüs und Einstellungen.

Vor dem Tanken hatte ich auch für jede Fahrt sehr schön die Anzeige, was Verbraucht wurde und wenn ich runtergescrollt habe, den Gesamtverbrauch.
Wie kann man das wieder einstellen? Fand ich gut. Motor aus, auf 0 und gesehen, was die aktuelle Fahrt dann an Verbrauch hat.
Ich weiß, da kann man sich nicht 100%ig drauf verlassen, fand es aber sehr angenehm.

Bin mal gespannt, wie es weiter geht.

Viele Grüße
Tauris_2
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Tim
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Re: Meine erste Erfahrung mit einem Hybrid. :-)

#2 Beitrag von Tim » 10.01.2017, 22:25

Du hast viel geschrieben. Ich versuche mal auf ein paar Punkte einzugehen.

1. elektrische Unterstützung
Gedanklich machst du einen Fehler, wenn du von elektrischer Unterstützung sprichst. Der HSD ist kein Verbrenner-Auto mit Elekro-Unterstützung sondern ein Elektro-Auto mit Verbrenner-Unterstützung. Der Verbrenner kann abgestellt werden, die E-Motoren nicht. Da fungiert immer einer als Generator oder Motor!

2. elektrische Reichweite
Obwohl du eigentlich ein Elektro-Auto hast, hast du eine bescheidene elektrische Reichweite. Das ist auch gut so. Der HSD ist als Hybrid konzeptioniert, der abgastechnisch und vom Wirkungsgrad her optimiert ist. Für die Abgaswerte ist es wichtig, dass der KAT schnell erwärmt wird (später mehr dazu). Für einen hohen Wirkungsgrad ist zu bedenken, dass der Auris nicht an die Steckdosekann sondern alle Energie aus dem Tank kommt.
Der Akku ist ein reiner "Pufferakku". Die Idee ist einfach ausgedrückt, den Verbrenner immer mit optimalen Wirkungsgrad zu betreiben. Wenn er dabei mehr Leistung als notwendig hat, geht überflüssige Energie in den Akku. Später kann dann diese Energie wieder für den Vortrieb genutzt werden, wenn der Verbrenner bei optimalen Wirkungsgrad weniger Leistung als benötigt hat.
Wäre der Akku größer, müsste er (damit es Sinn ergibt) auch mehr geladen werden. Das Problem ist, dass die Umwandlung von Energie sehr uneffizient ist. Daher ist es sinnvoll, dass der Akku so klein ist.

3. Kaltstart
Wenn der Antrieb kalt ist, wird zunächst der KAT auf Temperatur gebracht, damit die Abgasreinigung gut funktioniert. Der Flammenwerfer-Modus. In dem Fall heizt er Verbrenner fast nur, ohne dass er groß für Vortrieb sorgt. Der Akku wird trotz laufenden Verbrenner leer gesaugt. Wenn der KAT warm ist, wird das Kühlwasser erwärmt. Eine niedrigere Temperatur bei der Klimaautomatik oder der ECO-Modus verringern hier die Heizerei. Das Gute ist, dass hierbei aber immerhin der Motor auch für Vortrieb sorgt und den Akku wieder lädt. Erst wenn die Phase abgeschlossen ist, kann der HSD den Verbrenner wieder abstellen, so dass die grüne EV-Lampe angeht.

4. Energiebalken
Du schreibst, dass du oft nur 2 Balken in der Anzeige hast. Vermutlich hast du nachdem der KAT erwärmt wurde und kriegst den Zustand kaum weg, wenn du weiter innerorts unterwegs bist. Wenn du nur 2 Balken hast, springt der Verbrenner an, um den Akku zu laden. Versuche den Zustand zu vermeiden, wenn du nicht gerade kurz vor einer längeren Gefällestrecke bist, die den Akku eh laden würde. Meist ist es aber im Stadtverkehr und der HSD spielt an der nächsten Ampel Kraftwerk (Verbrenner läuft im Stand zum Akku laden).

5. Wann geht der Verbrenner an, wann aus?
Der Verbrenner kann nur bis ca. 70km/h ausgehen. Darüber dreht er immer mit, auch wenn er nicht zwangsläufig Benzin verbraucht. Wenn die grüne EV-Lampe an ist, ist der Verbrenner aus.
Die Regelung für das anwerfen bzw. abstellen des Verbrenners ist vereinfacht ausgedrückt eine simple Schwellwertschaltung.
Ab Mitte ECO-Bereich geht der Verbrenner an. Sinkt der Leistungsbedarf auf unter 1/4 der ECO-Bereichs, geht er wieder aus.

Weiter oben habe ich geschrieben, dass du nur 2 Balken vermeiden solltest. Innerorts geht das gut, wenn man den Verbrenner anwirft (2. Hälfte Eco-Bereich) und dann den Leistungsbedarf im 2. Viertel des ECO-Bereichs versucht zu halten. Dann läuft der Verbrenner, wird für den Vortrieb genutzt und saugt den Akku nicht leer.

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Re: Meine erste Erfahrung mit einem Hybrid. :-)

#3 Beitrag von Franklin64 » 10.01.2017, 23:14

:danke: :zustimmen:

Sehr interessante Ausführung Tim, sollte angetackert werden :top:

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Re: Meine erste Erfahrung mit einem Hybrid. :-)

#4 Beitrag von technikus » 11.01.2017, 08:55

Tauris_2 hat nicht beschrieben in welchem Fahrmodus er seine ersten Hybrid-Erfahrungen gemacht hat. Das gehört zur Auswertung dazu.
Jedem Neuling rate ich alles mal auszuprobieren, auch den PW-Modus als Ampelstart auf trockener Fahrbahn, da geht er doch ab!
Man kann dazu im Forum viel nachlesen, welches Fahrprofil für welchen Modus geeignet ist. Aber bloß keine ausufernde Diskussion wieder dazu anfangen.

Gruß technikus

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Chris1983
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Re: Meine erste Erfahrung mit einem Hybrid. :-)

#5 Beitrag von Chris1983 » 11.01.2017, 09:46

Nach einiger Zeit wirst du merken das man sich nicht wirklich drum kümmern muss wie man fährt. Einfach drauf los fahren und keine Gedanken drum machen ob elektrisch oder nicht. Dann wirst du meist einen halb vollen Akku haben und einen niedrigen Verbrauch.

Es ist auch nicht so das die beiden Motoren entweder/oder arbeiten. Auch wenn der Benziner läuft "schiebt" der Elektromotor sozusagen mit und reduziert den Verbrauch.

Wenn du im ECO Modus fährst hast du meist einen leeren Akku, allerdings lernst du dort am besten das Gas zu dosieren um das System kennen zu lernen. Danach habe ich persönlich die Erfahrung gemacht das es ohne einen. Ratingen Modus am besten läuft.

Wenn du einen zu 80% gefüllten Akku hast und in der Stadt unterwegs bist bis etwa 70km/h kannst du einmal das Gas lupfen, dann schaltet sich der Benziner wenn er denn warm ist meist ab und du kannst elektrisch gleiten solang du im ecobereich der Anzeige bleibst.

Deinen Verbrauch finde ich jetzt für die Temperaturen garnicht mal so schlecht. Wart mal ab bis es wieder wärmer wird, der Verbrauch wird sinken und sinken ;)
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Re: Meine erste Erfahrung mit einem Hybrid. :-)

#6 Beitrag von schwarzvogel » 11.01.2017, 12:32

Chris1983 hat geschrieben:Nach einiger Zeit wirst du merken das man sich nicht wirklich drum kümmern muss wie man fährt. Einfach drauf los fahren und keine Gedanken drum machen ob elektrisch oder nicht. Dann wirst du meist einen halb vollen Akku haben und einen niedrigen Verbrauch.

Es ist auch nicht so das die beiden Motoren entweder/oder arbeiten. Auch wenn der Benziner läuft "schiebt" der Elektromotor sozusagen mit und reduziert den Verbrauch.
...
...rrrichtig, einsteigen und fahren - fertig ! :top:
"Manuell" elektrisch fahren (EV-Taste gedrückt) will überlegt sein; mal zum Rangieren für Garageneinfahrt, Parkhaus etc.; für viel mehr reicht's eh nicht.
Die dabei verbrauchte Energie muß anschließend "nachgefüllt" werden ... :schulterzuck:

http://www.priuswiki.de/index.php?title=PSD
Das Zusammenspiel der E-Maschinen (MG1 und MG2) mit dem Verbrennungsmotor liegt in der Kraft"verteilung" des PSD begründet.
Im Fahrbetrieb mit Betriebsart "Fahren mit ICE" (5.1) - Zitat:
"Ohne Beteiligung der MGs kann der ICE (Verbrennungsmotor) nichts ausrichten."
- will sagen: Damit der Verbrennungsmotor am Hohlrad (Antriebsräder + MG2) überhaupt Vortrieb erzeugen kann, muß er sich an MG1 (Sonnenrad) "abstützen".
Der Hybridakku wird so zwangsweise nachgeladen und der Verbrennungsmotor (weitgehend) optimal belastet.
Beim Bremsen bzw. Talfahrt (Schubbetrieb) kehren sich die Lastverhältnisse um so daß der ICE ggf. abgeschaltet und mit der eben gebildeten Energiereserve des Hybridakkus auch rein elektrisch gefahren werden kann.
Lies am besten selbst ... :denken:
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Re: Meine erste Erfahrung mit einem Hybrid. :-)

#7 Beitrag von Tauris_2 » 13.01.2017, 18:55

Hallo erstmal an Alle!!!

@Tim: Wow. Super, vielen Dank für die Erklärung.
Das mit den 2 Balken ist recht schwierig.
Wird der Verbrenner genutzt, gibt es Verbraucht.
In der Stadt komme ich kaum unter 5L.

Im Moment ist es für mich noch schwierig rauszufinden,
wann und wo es Sinn macht, den Verbrenner einzusetzten, also
mehr Gas zu geben.

Warum der Akku so klein ist, kann ich nicht ganz nachvollziehen.
Wäre doch die Möglichkeit bei Autobahnfahrten, da auch mehr zu laden.
Aber scheinbar mache ich hier einen Denkfehler.

Was interessantes ist mir aufgefallen.
Gestern hatte ich, kaltstart früh morgens 2 Grad, was kurz (ca. 3 Minuten) auf
der Multi-Infoanzeige geschaut, Stand auf N. Benziner ging an.
Nach den ca.3 Minuten bin ich losgefahren. und besagte Strecke gefahren.
Ruhig und gemütlich angefahren und sonst recht wenig bremsen müssen.
Am Ziel hatte ich dann 4,8L. Auf dem Heimweg hatte ich dann 4,7L.
Schade, das man das nicht aufzeichnen kann, bzw. die Daten vom Auris speichern kann.

Werde mal die Strecke Tracken, wenn ich die App für mein Smartphone wieder finde. Aber egal.


@technikus:
Mist, ja, stimmt. Zur Zeit Fahre ich noch Eco-Mode.

Klar, probiere ich noch einiges aus, das gehört für mich dazu, den Wagen kennen zu lernen.

Sicher geht er ab, und der Verbrauch hoch! :-)

Da jeder anders fährt und ein anderes Fahrprofil hat, kann man auch nicht allzuviel erwarten.
Ich habe allerdings das gefühlt, beim langsamen Beschleunigen verbrauche ich weniger.
Werde ich mal genauer für mich dokumentieren.

Ist schon ein Unterschied, nach 10 Meter auf 30Km/h zu sein, oder erst nach 200 Meter...

@Chris1983
Vielleicht ist das hier beim Hybrid so, mal schauen.
Meine andere Mühle konnte ich nur so im Zaum halten, ständig zu schauen, wie ich fahre.

Hätte schon gerne viele Fahrten mit einer 4 vorne.

Ich will mal schauen, ob meiner nicht auch noch Alu-Felgen für die Winterreifen spendiert bekommt,
aber ob sich das sooo auswirkt, weiß ich nicht.


Sieht aber wesentlich besser aus.


@schwarzvogl
Meist steige ich ein und geniese diese Ruhe, habe aber immer das Gefühl zu langsam zu sein.
Die Nadel sagt aber, ich fahre korrekt.

Rein mit EV-Taste bin ich noch gar nicht gefahren, nur bei der Probefahrt, mal zum testen.


Auf jedenfall schein ich auf dem, für mich, richtigen Weg zu sein, dank Euren Infos.
Heute 7 Km, mit 3,8L. Warmer Motor, durch die Stadt, und vorher auf der Landstraße den Akku geladen.

Super und vielen Dank.
Viele Grüße
Tauris_2

Tim
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Re: Meine erste Erfahrung mit einem Hybrid. :-)

#8 Beitrag von Tim » 13.01.2017, 22:34

Tauris_2 hat geschrieben: Im Moment ist es für mich noch schwierig rauszufinden,
wann und wo es Sinn macht, den Verbrenner einzusetzten, also
mehr Gas zu geben.
Der Verbrenner läuft idealer Weise immer, wenn du Vorttrieb brauchst. Wenn du da nur auf Akku fährst wird Strom verbraucht der "wenig effizient" aus Benzin erzeugt werden muss. Besser ist es das Benzin direkt für den Vortrieb zu nutzen. Die Schwellwerte (Benziner "anschalten" bei mehr 50% ECO und "ausschalten" bei weniger als 25% ECO) sind von Toyota sicher nicht willkürlich gewählt.
Tauris_2 hat geschrieben: Warum der Akku so klein ist, kann ich nicht ganz nachvollziehen.
Wäre doch die Möglichkeit bei Autobahnfahrten, da auch mehr zu laden.
Aber scheinbar mache ich hier einen Denkfehler.
Ja, wie (fast) jeder der nen Hybrid neu hat. Es fühlt sich halt toll an, elektrisch zu fahren, und man wünscht sich, dass der Hybrid ein Elektro-Auto wäre :love:
...ist er aber nicht, es ist ein Hybrid, der seine ganze Energie aus dem Benzin gewinnt. Auch das, was wieder reingebremst wird, war vorher Benzin, weil man erstmal beschleunigen oder auf den Berg hochfahren musste, damit überhaupt etwas zurückgewonnen werden kann. Und das beste ist es nunmal das Benzin direkt für den Vortrieb zu nutzen.

Wozu dann überhaupt Hybrid könnte man sich fragen. So wie es Toyota umgesetzt hat, dient der Hybrid dazu den Verbrenner immer möglichst mit einem optimalen Wirkunsgrad laufen zu lassen. Toyota wendet bei HSD dafür 3 Kniffe an:
1. Stufenlose übersetzen: Man gibt mit dem Gaspedal die abzurufende Leistung vor, Software such die passende Drehzahl für den Verbrenner und passt die Übersetzung entsprechend an. Das alleine kann ein CVT auch.
2. Andere Auslegungd es Motors: Der Verbrenner beim HSD hat im Muscheldiagramm einen größeren Bereich in dem er mit höchstem bzw. sehr hohem Wirkungsgrad betrieben werden kann. Es gibt also nicht nur einen kleinen Bereich sondern sondern schon eine größere Spreizung bei der Leistungsabgabe. In Kombination mit 1. wäre es das eigenlich schon. Aber gerade diese Anpassung des Verbrenners macht ihn eigentlich unfahrbar, weil er bei moderaten Drehzahlen kaum Drehmoment hat. Stichwort Atkinson-Zyklus.
Man gibt dem unfahrbaren Verbrenner noch einen Elektro-Motor zur Seite, der die Drehmomentschwäche ausgleichen kann. Und man packt einen zweiten hinz, schmeißt gedanklich das CVT raus und packt die 3 Motoren an ein Planetengetriebe.
3. Akku: Der Akku ist für die Kombination der beiden Elektromotoren mit dem Verbrenner schon fast nur ein "notwendiges Übel". Er könnte sogar noch kleiner sein. Durch den etwas größeren Akku bekommt der HSD mehr Spielraum zum optimieren, kann auch bei Gefällestrecken Energie aufnehmen, statt sie nur in den Bremsen zu verheizen usw. Ich meine mal gelesen zu haben, dass der Antrieb im ersten Prius primär auf niedrige Emmisionen ausgelegt war. In einem Artikel wurde da auch der geringe Abrieb beim bremsen positiv hervorgehoben.

Und das mit dem Wirkungsgrad schafft Toyota auch ganz gut, wenn man vergleichbare Literverbräuche wie mit einem Diesel erreicht, aber:
1. in 1 Liter Benzin deutlich weniger Energie als in 1 Liter Diesel steckt (Diesel hat ca. 12% mehr Energie je Volumeneinheit als Superbenzin)
2. die Diesel einen gewissen Verbrauchsvorteil erreichen, weil sie das Gemisch abmagern, also weniger Kraftstoff einspritzen. Dabei entstehen dann die bösen Stick-Oxide. Beim HSD im Auris hast du weder Probleme mit Stickoxiden nich mit Feinstaubpartikeln (weder vom Motor noch von den Bremsen).

Das Konzept des HSDs ist einfach genial. Er ist sauber, er ist effizient, er ist technisch eigentlich recht einfach aufgebaut, er ist ausgereift und es geht wenig kaputt. Rein von der Vernunftsteite betrachtet müssten noch viel mehr davon rumfahren.

Ein letzter Tipp (den ich am Anfang auch nie hören wollte): Fahr einfach! Mach dir nicht so viele Gedanken. Der Antrieb ist ziemlich idiotensicher. Wenn du etwas mehr gefahren bist, merkst du von ganz alleine, was auf deiner Strecke den Verbrauch treibt oder senkt.

Und selbst wenn es im Winter 6 Liter sind. Sammel die Tankbelege und nach nem Jahr klopfst du sie mal alle in eine Tabelle und schaust auf den Schnitt übers ganze Jahr. Und dann wirst du sehen, dass du nicht weit weg von den 5-5,5 Litern vom Spritmonitor bist - je nach Fahrprofil etwas drunter oder drüber oder genau in dem Bereich. Und dann kannst du die Werte auch mal mit nem Diesel vergleichen, der normal gefahren wird. Und siehe da: normal gefahren liegt er auch nicht drunter sondern im gleichen Bereich. Und verglichen mit einem normalen Benziner, kannst du dich über den geringeren Verbrauch des HSDs freuen.

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Re: Meine erste Erfahrung mit einem Hybrid. :-)

#9 Beitrag von Tauris_2 » 14.01.2017, 13:09

Hallo Tim,

und schon wieder, super erklärt, das ist echt klasse hier.

Das ist wirkliches gutes Grundlagen-Wissen, vielen Dank.

Für mich war Autofahren nur von A nach B fahren. Früher.
Jetzt mehr geniesen.

Mit Motoren kenne ich mich nicht so aus, wollte mal ins Technik-Museum
nach Speyer oder Sinnsheim, um dort etwas mehr davon zu sehen.
Auch die Wirkungsweise zu verstehen.

Also Diesel mochte ich noch nie.

Ja, also ich bin von meinem Auris HSD auch sehr begeistert.
Die Idee finde ich auch genial.

Ich sprach halt auch von Unterstützung von Elektro, da ich irgnendwie dachte.
Das die Akkus parallel mit geladen werden und nur dann zum Einsatz kommen, wenn
eine Unterstützung notwendig ist, wie beim Anfahren, Überholen, halten der Geschwindigkeit, u.ä.
Um eben auch auf einen niedrigen Verbrauch zu kommen.

Klar, das meiste bekommt man beim fahren mit. Heute hatte ich bei 68km einen Verbrauch von 4,8L
War viel Autobahn und Landstraße dabei. Sowas freut mich.

Auf jeden Fall freue ich mich über den Verbrauch, im Vergleich zum normalen Benziner.
Bei der Größe vom Auris, bin ich darüber sehr froh.
Wollte mal was etwas größeres Fahren.

Was mir noch gefallen würde, wenn man die Daten aus dem Auris exportieren könnte.
Aber das ist etwas spielerei, welche ich allerdings mag. ;-)

Schönes Wochenende.
Viele Grüße
Tauris_2

Tim
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Re: Meine erste Erfahrung mit einem Hybrid. :-)

#10 Beitrag von Tim » 14.01.2017, 14:30

Tauris_2 hat geschrieben: Mit Motoren kenne ich mich nicht so aus, wollte mal ins Technik-Museum
nach Speyer oder Sinnsheim, um dort etwas mehr davon zu sehen.
Auch die Wirkungsweise zu verstehen.
schau mal hier: http://sinsheim.technik-museum.de/de/al ... iebsformen

In der Vergangenheit gabs immer ermäßigten Eintritt, wenn man dort als "Teilnehmer" mitgemacht hat.
(wir waren zu 6. "mit" dem Auris gekommen - hat keiner gemerkt :))

Bei den Priusfreunden gibts ein Thema im Forum dazu

PflegeAuris
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Re: Meine erste Erfahrung mit einem Hybrid. :-)

#11 Beitrag von PflegeAuris » 14.01.2017, 17:42

Tauris_2 hat geschrieben:Hallo Tim,

... wollte mal ins Technik-Museum
nach Speyer oder Sinnsheim, um dort etwas mehr davon zu sehen.
...

dann halt dir mal das letzte Aprilwochenende frei, da ist in Sinsheim i.d.R. Treffen der alternativen Antriebsformen, wenn du mit dem HSD kommst, hast erstens nen Parkplatz direkt auf dem Museumsgelände, bekommst ein Willkommenspaket, und meist das ein oder andere Goodie, früher war es freier Eintritt, oder verbilligte 3D Kino Karten. Und du triffst viele Hybrid-, Elekto-, und auch Gasfahrer.

Ist eigentlich immer ganz nett dort (aber meist verregnet und kalt ;-) ) werd wieder hin gehen, wenn ich Zeit frei machen kann.

Auf deren Website kannst dir bestimmt schon vorinformieren

Gruß Christian


Edit: Tim war schneller :-D
Erst Prius, dann AurisII TS HSD, jetzt RXh

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Re: Meine erste Erfahrung mit einem Hybrid. :-)

#12 Beitrag von Tauris_2 » 15.01.2017, 10:23

Hey!!!
Danke Euch beiden für die Info.

Klingt spannend.
Gibt es auch was über die Motoren und Antriebe?
Ich denk, das werde ich mir nicht entgehen lassen.
Viele Grüße
Tauris_2

deufel
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Re: Meine erste Erfahrung mit einem Hybrid. :-)

#13 Beitrag von deufel » 16.01.2017, 01:44

In Speyer ist eine anriebseinheit von einem prius 2 ausgestellt. Habs letztes mal übersehen, aber in der hsd Wiki ist ein Bild davon.

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Re: Meine erste Erfahrung mit einem Hybrid. :-)

#14 Beitrag von Peter2 » 16.01.2017, 09:14

In der Nähe von Speyer gibt es auch noch ein Museum über Wankelmotoren und Exoten, von denen ich noch nie etwas gehört hatte. Wird von einer Stiftung betrieben. Moderate Eintrittspreise, nicht überlaufen, sehr interessant.

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Re: Meine erste Erfahrung mit einem Hybrid. :-)

#15 Beitrag von ilsefit » 16.01.2017, 20:10

Hallo!

Ich will noch mal rasch etwas zum Thema Verbrauch los werden.

Der Tacho des Auris II ist etwas optimistisch, er zeigt bei 50 km/h ca. 5 - 6 km/h zu viel an!
Wenn man diese Differenz nicht ausgleicht oder nicht aus Prinzip 10km/h zu schnell unterwegs ist,
kann man den Verbrauch spürbar senken! Denn bis 70 km/h (laut Tacho) ist man öfters auch noch
elektrisch unterwegs.

Allerdings gewinnt man dann bei den Verkehrsteilnehmern hinter einem nicht unbedingt einen
Preis für die belibtheit! :wink:

MfG, Ilsefit!

PS: Falls die Frage aufkommen sollte. Die Differenz habe ich in den letzten 3 Jahren öfters mit
verschiedenen GPS Navis / Handys , durch diese Geschwindigkeitsanzeige/Messsysteme an Straßen
und durch Bekannte die mir hinterher gefahren sind ermittelt.

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