Tagebuch eines Hybridfahrers

Allgemeine Diskussionen und Fragen zum Toyota Auris.
Crazyhornet
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Tagebuch eines Hybridfahrers

Beitragvon Crazyhornet » 14.12.2017, 14:28

Hallo und willkommen in diesem „Tagebuch“

Für die Auris Hybrid Interessenten, aber natürlich auch für die alt eingesessenen Hybridfahrer möchte ich gerne meine Erfahrungen mit dem Auris Dokumentieren um eventuell den ein oder anderen Interessenten für das Auto begeistern zu können.

Ich selber habe den Schritt gewagt und mich für einen Auris TS als Hybrid entschieden und dieses Forum war mit dem vorhandenen Infos durchaus eine Entscheidungshilfe. Davon möchte ich gerne was beitragen.
An dieser Stelle möchte ich auch gerne auf die Berichte und Erfahrungen von dem User becksbier und Moondust82 hinweisen, die hatten ihre Fahrzeuge während meiner Entscheidungsfindung auch noch nicht lange und haben mir dadurch weiterhelfen können.

Liebe Grüße aus dem OHZ Land an das HB und OS-Land an dieser Stelle :-) Ich habe mich bei Euch zwar nicht aktiv bei den Diskussionen beteiligt aber eben fleissig gelesen, vielen Dank für Eure Erfahrungen.

Wie es sich für ein Forum gehört, Fragen und Anmerkungen sind gerne gesehen.

Da ich zur Zeit (Dezember 2017) noch Neuling bei dem Fahrzeug bin und noch auf die Auslieferung warte, werde ich vorallem auf Dinge eingehen die mich vor meiner Probefahrt beschäftigt haben und was mir auf der Probefahrt aufgefallen ist.

Von Zeit zur Zeit werde ich diesen Erstbeitrag ergänzen und auf neue „Abschnitte“ wie Abholung und erste Eindrücke oder auch mal eine Jahresbilanz hinweisen.

Viel Spass ab jetzt beim stöbern und bei der Probefahrt sofern euch die hier gesammelten Erfahrungen Lust auf das erfahren gemacht haben.

Viele Grüße

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Re: Tagebuch eines Hybridfahrers

Beitragvon Crazyhornet » 14.12.2017, 14:29

Informationsbeschaffung und Entscheidung

Arbeiten wir uns doch einfach mal von A-Z durch. Es sind die Dinge, die mich bei meiner Suche interessiert haben. Ich versuche meine eigenen Erfahrungen so gut es geht wiederzugeben und auch auf angelesene Infos und Berichte dabei eingehen. Für Vollständigkeit und Richtigkeit kann ich nicht garantieren.

Akku Reichweite:
Springen wir direkt in die vollen. Lange Zeit habe ich mich für den Hybrid Antrieb des Toyotas nicht interessiert. „Was sollen die 2km Reichweite schon bringen?“ Hier war einiges an Lesestoff notwendig bis es „klick“ gemacht hat. Ein Satz ist mir dabei in Erinnerung geblieben (könnte sogar hier im Forum gewesen sein) der sinngemäß lautete „Achte nicht auf die aktuellen Geschwindigkeiten die Du fährst, achte mal auf Deine Durchschnittsgeschwindigkeiten“. Darin steckt für mich das wahre Potential dieses Hybridantriebes.

Beschleunigung:
Aufgrund des stufenlosen Getriebes ist das empfinden natürlich toll. Wer es nicht kennt wird sich anfänglich vielleicht wundern das kein „Ruck“ durch das Auto geht, auch wenn man vorher bereits mit einem Automatikgetriebe gefahren ist. Hin und wieder ist auch von einem „Gummibandeffekt“ zu lesen. Bitte legt darauf nicht zu viel wert. Da gehe ich im Bereich …. Nochmal ein.

Effizienz:
Mit der Zeit stellte sich dieser Begriff als eigentlich DAS zentrale Thema bei dem Auto heraus. Bei Autos mit elektrischer Reichweite habe ich immer in „Entweder – Oder“ gedacht, das funktioniert beim Auris aber nicht, von den 2km mal abgesehen. Überspitzt ausgedrückt dient der Akku dazu den Benzinverbrauch möglichst konstant zu halten. Fährt man als eine Brücke hinauf und das System entscheidet Die zusätzliche Kraft hole ich mir aus dem Akku wirkt sich das natürlich entsprechend günstig auf den Spritverbrauch aus.

Fahrgefühl:
Das beschreibe ich kurz und knapp: Ein Golf 7 fährt meines Erachtens nicht viel besser.

Geräusche:
Häufig wird geschrieben „Beim Beschleunigen wird der Motor unangenehm laut“. Mal ehrlich, welcher Motor wird beim Beschleunigen nicht laut? Ich komme hier nochmal auf die Effizienz zurück. Wenn das System beim schnellen Beschleunigen laut wird, läuft der Motor zwar mit hoher Drehzahl, aber zumindest meiner Vermutung nach auch mit dem maximalen Drehmoment. Also schöpft der Motor auch sein potential auch gut aus. Der herkömmliche Antrieb wird zwar erst mit der gleichmäßig, ansteigenden Drehzahl laut ABER: Ist das auch so Effizient wie im Auris?
Da ich einen entspannten Fahrstil pflege, ist das Geräuschthema für mich persönlich kaum ein Thema, war aber dennoch bei der Probefahrt für mich spannend das zu erleben.
Ansonsten ist das Auto leise, nichts knarzte im Vorführwagen, was allerdings auch bei dem 1 Jahr zuvor gefahrenen Auris als Leihwagen mit 70TKM auf der Uhr der Fall war.

Motor:
Beruflich bin ich im Kaufmännischen Bereich, meine folgenden Ausführungen sind daher bitte nicht auf die Goldwaage zu legen ;-)
Es ist ein vom Aussterben bedrohter Saugmotor verbaut. Das ich mich nochmal für einen solchen entscheide hätte ich nicht gedacht. Ein Turbo lässt sich meiner Meinung nach Schaltfauler fahren. Daher hatte ich mich für das nächste Auto auch wieder auf einen Turbobenziner eingestellt.
Der Saugmotor im Auris, aber auch im Prius (beim RAV4 weiß ich es nicht zu 100%, schätze aber da trifft es auch zu) läuft nach dem sogenannten Atkinson Zyklus. Knapp umschrieben heißt das: Untenrum träger als ein Saugmotor, bei hohen Drehzahlen aber effizienter. Bitte denkt jetzt nicht „Oh Gott, unten rum träge, da komme ich ja nicht vom Fleck“  Vergesst nicht den Akku. Der fängt das meiner Meinung nach sehr gut auf. Immerhin wirft der E-Motor 207 Newtonmeter in den Ring. Der Benziner schmeißt bei ca. um 4000 Umdrehungen 142 Newtonmeter dazu. Für meine überwiegende Landstrassenfahrerei und normaler Dorf- / Stadtverkehrsstrecken reicht das locker.

Platzangebot:
Bei der Fahrzeugsuche war ein Kriterium für mich wichtig: Kann ich hinter dem auf mich eingestellten Fahrersitz bequem sitzen? Bei 1,93m ist das nicht üblich. Und siehe da, zu meiner großen Überraschung hat das gut funktioniert.
Kofferraum: Sehen sie nicht toll aus die Prospektangaben? Ich vergleiche mal mit einem Octavia, der stand auch auf meiner Liste der Kaufoptionen. Der Auris TS ist mit 530 Litern angebeben, der Octavia scheint mit 610 Litern um Welten größer. Bitte werft einen Blick in die Autotests vom ADAC. Seit einigen Jahren gibt der ADAC auch das Volumen an, was der Kofferraum auf der untersten Ladehöhe bis zum Fenster hat. Im Auris TS finden dann 415 Liter ihren Platz, im Octavia 475 Liter. Von 80 Litern bleiben 60 übrig. Ich habe mich hinterfragt, wie oft brauche ich den Platz wirklich? Vermutlich 1x im Jahr wenn es in den Urlaub geht. Sollte ich mehr Platz brauchen, kann immer noch eine Dachbox installiert werden.

Preis:
Der Vergleich zwischen den Toyota Hybriden und herkömmlichen Benzinern hinkt sicherlich ein wenig. Im Toyota habe ich nun auch manche Ausstattung auf die ich nicht zwingend wert gelegt hätte. Aber es freut mich dass es drin ist. Ein möglichst identisch ausgestatteter Octavia hätte mich gute 5,5 – 6 TEUR mehr gekostet (Preisvergleich mit meinem Kaufpreis des Auris und einem Octavia (ohne 5 Jahresgarantie) der beim Händler steht). Für diese Differenz kann ich eine ganze Menge Sprit verfahren.

Verbrauch:
Das Auris Prospekt verspricht im Schnitt 3,9 Liter, Sinn und Unsinn der NEFZ Variante müssen wir hier nicht diskutieren . Spritmonitor hat mir einen Durchschnitt von 5,3 Liter aufgezeigt. Diese 5,3 Liter habe ich auch auf der Probefahrt erreicht. Da der Hybrid sicherlich einige Eigenheiten hat die man erst mit der Zeit kennen lernt, habe ich die leise Hoffnung langfristig unter 5 Litern zu liegen. 5,5 wären für mich aber auch kein Beinbruch ;-) Auch hier möchte ich nochmal auf den Octavia verweisen. Dieser liegt im Prospekt mit der „alten“ 1,4 TSI 150 PS Variante bei 5,1 Litern. Im realen Betrieb also wohl eher bei 6.

Das soll nun erstmal alles sein.

Ich möchte ausdrücklich erwähnen dass ich den Octavia nicht schlecht machen möchte. Lange war ich davon ausgegangen, dass das wohl mein nächstes Auto wird. Allerdings bietet dieser Wagen mir keine Vorteile die mich davon überzeugen könnten: Mehr Geld für die selbe Ausstattung, weniger Auto für den selben Preis oder mehr Benzin für die selben Strecken zu verbrennen.
Zusätzlich hat der geringe Aufpreis für die Verlängerung der Werksgarantie seinen Charme: 3 Jahre ab Werk + 2 Jahre für etwa 225 EUR zu 2 Jahre ab Werk + 3 Jahre für etwa 890 EUR. Auf die Hybridkomponenten gibt es ab Werk 5 Jahre. Mit einem jährlichen Hybrid Check-Up (ab dem 5. Jahr? Frage an die Forumsexperten) kann die Garantie auf die Hybridkomponenten auf 10 Jahre ausgeweitet werden.

Nun hoffe ich das lesen war informativ. Ich werde erstmal noch gut 3 Monate warten ehe das Abenteuer richtig losgehen kann :-)

Viele Grüße und bis bald!

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Re: Tagebuch eines Hybridfahrers

Beitragvon Webbster » 14.12.2017, 14:46

Freut mich, dass du dir schon solche Gedanken drüber gemacht hast. Liest sich auch toll.
Dein "Kauf-Bericht" :) Bin gespannt, was du noch so alles berichten kannst. :)

Das mit dem Verbrauch und Reichweite ist im Winter sowieso ein anderes Thema als im Sommer mit Sommerreifen. Gelände, Strecken- und Fahrprofil sind auch entscheidend.

Es ist eben ein Spaßmobil als auch ein praktisches Teil.
Querträger am Dach hab ich schon gekauft und montiert - einfach mal in der "Suche" danach suchen.
Werd das auch weiterverfolgen, wenn ich dann im Frühling/Sommer mal meine Fahrräder draufgestellt hab - wie es sich damit rumfährt. :)

Auf jeden Fall... schöne Grüße aus Kärnten :D
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Re: Tagebuch eines Hybridfahrers

Beitragvon teilzeitstromer » 14.12.2017, 15:05

In großen Teilen deiner Entscheidungsfindung konnte ich meinen Weg zum Auris auch erkennen.
Du scheinst auch ein ähnliches Fahrprofil zu haben (Landstraße mit Ortsdurchfahrten).
Mit etwas Übung sollte da dann auch eine vier vor dem Komma möglich sein!

Auf das deine Wartezeit auf deinen :auris2ts: dir nicht so lang vorkommt wie sie ist.
Bild :auris2ts:

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Re: Tagebuch eines Hybridfahrers

Beitragvon Crazyhornet » 15.12.2017, 20:03

@webbster

Ja, da bin auch ich gespannt was ich in Zukunft noch erleben werde :-)

@ Teilzeitstromer

Die 4 vor dem Komma ist sicher nicht unrealistich. Mein jetziges Fahrzeug bewege ich etwa 0,25 Liter über dem angegebenen Durschnittsverbrauch.
Das 1:1 auf den Auris zu übertragen halte ich dann doch ein wenig für unrealistisch. Hier ist gerade beim Kaltstart für mich die große Unbekannte, da das häufige An/Aus des Motors für mich zur Zeit einfach noch nicht greifbar ist im Bezug auf die Auswirkungen auf den Verbrauch.

Aber das lasse ich auf mich zu kommen.

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Re: Tagebuch eines Hybridfahrers

Beitragvon Crazyhornet » 05.02.2018, 20:18

Ich melde mich auch mal wieder.
Am letzten Wochenende wollte ich eigentlich nochmsl ein paar Gedanken nieder schreiben. Zeitlich hat es leider nicht gepasst. Immerhin sind es bis zum unverbindlichen Liefertermin, dem 28.02. nur nich wenige Tage und bis zur Abholung auch nicht soviel länger.

Meine Frau meinte heute Vormittag: Ruf doch da mal sn ob es zum Liefertermin was neues gibt.
Das habe ich nicht eingesehen, immerhin ist ja der unverbindliche Termin genannt.

Nun, es klingelte am heutigen Nachmittag eine mir unbekannte Telefonnummer bei mir durch....

Ende dieser Woche ist mein Hybrid wohl im Autohaus :ahh:
Die Abholung für die kommende Woche ist also realistisch.

Zack! Mitten drin in der Nervosität und gleichzeitig wurde es mir bewusst, der alte ist bald Vergangenheit.

Wer ist eigentlich der alte? Das möchte ich euch verraten:

Audi TT Coupe mit 2.0 Turbobenziner und 200 PS.
Ein Lustkauf.1x was besitzen was man in der Form kaum wieder kaufen wird. 1x einfach unvernünftig sein bevor das eigene Haus mit Garten da ist und Kinder im Haus.
Das mit dem Garten ist nun schon seit gut 2,5 Jahren realität.Der Nachwuchs in Planung. Nun gibt es mit 81 TKM doch noch ein wenig Geld dafür und der Abschied war in kürze ohnehin geplant.

Aber jetzt kommt es einem doch sehr plötzlich vor. Die letzten knapp 5,5 Jahre haben Spass gemacht und werde ich in guter Erinnerung behalten. Nur ein technischer Defekt auf gut 63 TKM in der Zeit und einiges an Spass auf Landstassen, Autobahnen und auf der Nordschleife.

Doch nun ist das Buch meines TT zu Ende gelesen. Für ein Auto das in absehbarer Zeit durchsus täglich bewegt werden soll/muss, ist ein solcher Motor mir persönlich zu Schade und was sparsames sollte her. Das es nun dieser doch sehr krasse Schnitt wird, hatte ich nicht erwartet, jedoch wird das womöglich genau das richtige sein. Ein üblicher Verbrenner hätte mich in machen Situationen wohl geärgert das da „nicht mehr geht“. Im Auris erhoffe ich mir, aufgrund der komplett anderen Charakteristik nicht diesen Gedanken zu haben. Zumal hier im Bremer Umland bei viel Landstrassenverkehr bis Tempo 100, 100 nunmal 100 sind. Egal ob 99, 136 200 oder 400 PS.

Ich freue mich auf das neue Kapitel, blicke dankend zurück, das ich es mir ermöglichen konnte einen TT mein eigen zu nennen.
Und ganz ehrlich...wer sagt das es nicht irgendwann nochmal ein Spassmobil werden darf?

Meine Frau hätte auch nix gegen einen Kurvenkratzer in Zukunft, aber alles der Reihe nach ;-)

Das was mich die letzen Wochen noch so beschäftigt hat will ich noch nachreichen. Warscheinlich nachdem der TT zum lertzten Mal gewaschen wurde. Die letzte Fahrt muss ja standesgemäß erfolgen :top:

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Re: Tagebuch eines Hybridfahrers

Beitragvon musicman » 07.02.2018, 15:33

Das ist aber ein satter Umstieg von einem TT zum TS - auch wenn's nur ein Buchstabe rückwärts ist. :cool:

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Re: Tagebuch eines Hybridfahrers

Beitragvon onlyJR » 07.02.2018, 17:12

Alles eine Frage der persönlichen Sicht auf das ganze. Nach meiner alten B-Klasse empfinde ich den TS durchaus auch als Spaßmobil. Man muss ihn ja nicht immer öko fahren :mrgreen: Das gute Gewissen bleibt aber trotzdem dabei.
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Re: Tagebuch eines Hybridfahrers

Beitragvon Crazyhornet » 07.02.2018, 19:23

Das Abholdatum steht nun fest :-) Es wird der 02.03. sein.

Ja, das ist noch ein wenig hin. Der Händler ist von mir auch ein Stück weit weg und mal eben Frei nehmen ist nicht drin zur Zeit, die Wochenenden davor sind schon verplant und so geht das schon in Ordnung.

Bei Fahrzeugen bin ich in der Tat gespalten, aber doch einer Linie treu.

Alltag = möglichst sparsam
Wochenende = Bauch vor Kopf ;-)

Der Auris bietet für mich den größten Alltagsnutzen, was vorallem langfristig mit möglichem, täglichem Stadtverkehr und entsprechender Umweltzone die beste Lösung ist. Gewisse "Kompromisse" wie Zuladung oder Kofferraumvolumen, geschenkt. Wie häufig brauche ich das wirklich? Alternativlösungen, wie Dachbox oder Transporter ausleihen sind günstiger als 5 TEUR mehr für ein Auto zu investieren dessen Vorteile in diesen Dingen ich quasi nie nutze oder dann doch z.B. einen Transporter zu mieten.

In den letzten 2,5 Jahren war es 1x der Fall ein hohes Zuladungsgewicht als Vorteil nutzen zu können. Da musste ich Waschbetonplatten transportieren. Aus Rücksicht auf die Hinterachse des TT bin ich dann halt 2x gefahren mit ca. je 250 - 300 Kilo, also ca. 10 Platten. Expertentipp: Reinlegen in den TT, ok, rausheben eher so :irre: . Man bedenke die hohe Ladekante und die zweite Reihe Betonplatten lag, durch die umgeklappte Rückbank etwa auf Höhe der Rücksitzbank. Da hieß es erstmal in den Kofferraum klettern und auf Knien die Platte anheben, gleichzeitig irgendwie den Weg zurück antreten und hoffen das die Platte beim aussteigen nicht aus der Hand rutscht :-D

Ansonsten, den Gedanken und bald in der Praxis Benzin zu sparen finde ich sehr angenehm für den Alltag. Bei einer Nutzung wie es bisher beim TT der Fall war (überwiegende Wochenendnutzung) wäre mir das nicht so wichtig.

Für die interessierten was den Verbrauch angeht. Den TT bewege ich in der gesamten Haltedauer mit 7,92 Liter auf 100km. Laut Hersteller NEFZ sind 7,7 versprochen. Meine Highlights beim Verbrauch:
Volllast: Geschätzte 30 Liter auf 100 km, da "fehlte" plötzlich 1/4 Tank nach 50 km (Nachts und 3 Spuren) vMax :D Absoluter Sparrekord bei mir, 6,44 Liter bei einer Füllung. Da waren 745km gefahren und laut Reichweitenanzeige wären nochmal 90km drin gewesen.

VG

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Re: Tagebuch eines Hybridfahrers

Beitragvon Crazyhornet » 19.02.2018, 08:58

Ende der nächsten Woche ist es soweit, die Abholung meines Auris Hybrid steht an.

Die Vorfreude wächst und die Wehmut, den alten abzugeben ist so langsam auf ein Minimum abgefallen. Die Lust aufs neue ist da doch stärker :-)

Wie wird die Umstellung werden. Wie wird die erste Fahrt und die was passiert in den ersten Wochen?

Die Umstellung wird vom Gefühl her überschaubar ausfallen. Dafür sind Probefahrten einfach unverzichtbar. Das veränderte Anspruchsverhalten bzw. die gefühlt zährere Beschleunigung, geht voll in Ordung. Immerhin fehlen dann ja auch 30% Leistung. In den letzten Wochen kam mir für dieses empfinden noch ein anderer Aspekt in den Sinn - die Tachoskala. Könnte die einen Einfluß auf dieses empfinden haben?
Immerhin geht die Skala im Auris bei 9h los, im TT bei ca. 07:30 - 08:00h, dazu ist die Anzeige im TT größer. Wie dem auch sei, Zeiten werde ich deswegen nicht messen ;-).

Die erste Fahrt findet auf einer von mir regelmäßig befahrenen Strecke statt. Landstrasse, Dorfstrasse und auch Schnellstrasse. Von Flach bis hin zu ein paar kurzen Steigungen und wieder abfallender Streckenführung ist alles dabei. Man kann sagen, dass diese erste Fahrt locker 90% der Strassen entspricht, auf denen der Auris von mir bewegt wird.
Vor allem beim verringern der Geschwindigkeit vom Landstrassentempo, auf das Ortstempo erwarte ich leichte "irritationen". Der TT wusste schon fast von allein, ab welchen stellen er ausrollen muss um am Ortsschild bei 55-60km/h anzukommen.

Hier wird definitiv eine "persönliche Neukalibrierung" erforderlich sein :-D. Motorbremse, evtl. Freilauf und das ausrollen ab dem moment wo das EV Lämpchen angeht, hier werde ich gespannt sein was das alles ausmacht. Das Bremsen mit dem Tempomaten wird zunächst nicht praktiziert, ganz nach dem Motto "Eins nach dem anderen".

In den ersten Wochen wird es warscheinlich schon dazu kommen hin und wieder mit dem Auto, statt mit dem Bus zu fahren und innerhalb der ersten 4 Wochen gibt es bereits eine längere Autobahntour (Gesamtstrecke ca. 300km in eine Richtung).

Ansonsten werde ich versuchen erstmal nicht weiter auf den Verbrauch zu achten. Gerade weil er neu ist, ist das am Anfang eh nicht so richtig aussagekräftig und auch sonst wird mich sicherlich die ein oder andere Anpassung beim fahren erwarten, siehe oben bei den Details zur Rückfahrt.

Was gilt es noch zu beachten:
Ölwechsel beim Neuwagen, da lese ich mich noch ein wenig durchs Forum.
Bremsen, da bin ich am rätseln. Mir ist bekannt, dass man am Anfang vorsichtiger beim Bremsen sein soll (außer in Gefahrensituationen natürlich), damit sich die Bremsscheiben und Beläge aneinander "gewöhnen".
Wie soll das beim Hybrid funktionieren? Werden die ab Werk "angebremst". Denn wenn ich beim Bremsen in erster Linie rekuperiere, dann liegt es zur Zeit außerhalb meines technischen Verständnisses, wie das einbremsen richtig funktionieren kann.
Alternativ: Alles für die Katz, das ist heute nicht mehr so.

Nun heißt es langsam: Garage nochmal ausfegen und Platz schaffen, immerhin ist der TT gute 40 cm kürzer. TT ein letztes Mal waschen und am Tag der Abholung die Reifen in den Kofferraum und die Rücksitzbank verfrachten ehe quasi ein letztes Mal "Wroom" beim Anlassen meines Autos in der Garage macht.

Bis bald

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Re: Tagebuch eines Hybridfahrers

Beitragvon fishlord » 19.02.2018, 09:46

Hallo Crazyhornet,

viel Spaß mit deinem neuen Auris.

Zum Ölwechsel beim Neuwagen kann ich dir nur sagen, dass ich das in der Vergangenheit auch immer gemacht habe. Meistens so bei 2.000km.
Die heutigen Motoren sind Fertigungstechnisch so gut, dass da kein Abrieb mehr stattfindet.
Habe bei meinem Auris auch keinen Neumotorölwechsel gemacht. Nach nun über 10.000km sieht das Öl immer noch so aus, als ob es gestern eingefüllt wurde.
Keine Trübung oder Schwärzung,

Spar dir das Geld für den Ölwechsel und geh dafür mit deiner Liebsten :love: schön essen.
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Re: Tagebuch eines Hybridfahrers

Beitragvon D-Auris » 19.02.2018, 11:06

Viel Spaß mit dem Neuen und im Übrigen einfach reinsetzen und Fahren. :!:
Der Rest kommt wie von selbst. Ich würde mir erst einmal keine Gedanken um die Besonderheiten machen - das kommt,wie alles andere von selber im Laufe der Zeit. :cool:

Ein Ölwechsel nach der Einfahrphase ist heute nicht mehr nötig, wie fishlord bereits geschrieben hat. :top:

Der FTH und die Werkstatt haben das bestätigt, obwohl man dort sicher gerne am Öl verdienen würde.
Die Motoren sind absolut präzise gefertigt, laufen mit dem 0 W 20 Öl perfekt und bei unserem TS ist es heute nach 5300 km wie neu.
Ich vermute, dass mann es auch locker >30.000tkm fahren könnte, wenn da nur nicht die Sache mit der Garantie wäre... .
Ein vernünftiges Auto soll seinen Besitzer überallhin transportieren -
außer auf den Jahrmarkt der Eitelkeiten (Henry Ford) :auris2ts:

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Re: Tagebuch eines Hybridfahrers

Beitragvon Webbster » 19.02.2018, 13:37

Das einzige, was mir so einfällt wo wirklich das Einfahr-Öl getauscht wird - auch heute noch - ist bei Motorräder und bei Roller.
Da ist mehr oder weniger das "Konservierungsöl" im System. Das wird nach 1000km rausgenommen, eventuell untersucht und dann das neue Betriebstaugliche Öl eingefüllt. Und die Sache läuft eben wie geschmiert.

Bin schon gespannt, was du erlebst. Bitte führ weiterhin Tagebuch. Ich les das einfach gern. :)

Ich bin auf jeden Fall mit dem TS sooooooo zufrieden. Und ich hoff du dann auch. :D :mrgreen:
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Re: Tagebuch eines Hybridfahrers

Beitragvon freis » 19.02.2018, 18:31

Webbster hat geschrieben:...................

Bin schon gespannt, was du erlebst. Bitte führ weiterhin Tagebuch. Ich les das einfach gern. :)

Ich bin auf jeden Fall mit dem TS sooooooo zufrieden. Und ich hoff du dann auch. :D :mrgreen:


Ich schließe mich an, denn auch ich lese bereits gerne mit,
obwohl meiner/unserer (TEAM D) erst Ende März auf die Straßen kommt.

Gute Grüße,
freis
nach knapp 600.000km in 14 Jahren sehr zufriedenen TDCI-Treibens
begann Ende März 2018 die neue HSD-Ära :cool:

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Re: Tagebuch eines Hybridfahrers

Beitragvon Crazyhornet » 19.02.2018, 19:04

Kein Ölwechsel: Check

Weiter schreiben: Auch Check

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