Wieso provoziert der Hybrid?

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Re: Wieso provoziert der Hybrid?

#136 Beitrag von Waldemar-999 » 20.05.2017, 05:21

Wieso Provoziert Hybrid :auris1:

Die meisten "Raser" haben keine Ahnung was Hybrid ist weil die das Thema Lächerlich finden :D...

Mir kommt's nur so vor das das Auto doch recht Klein ist und ein Asiatisches Logo hat das die meisten mit dem Rasen Bmw,Audi,Porsche in Verbindung bringen denke das das Auto keine 100Ps hat.



Komischer Weise hab ich oft Lichthupe oder würde bedrängt auch wenn ich 10-20kmh schneller fuhr als erlaubt ist da was dran das Thema ist also doch Aktuell..
.. Erst die Woche ein Mini und Mercedes Aklasse haben dann das Toyota Logo immer kleiner gesehen :lol: obwohl ich recht normal fahre hin und wieder lasse ich mich drauf ein..
Vom Fahrverhalten liegt es sehr gut auf der Strasse.

Ja was noch sein könnte der Tacho Zeigt ja wie es alle wissen weniger an ich finde es gut wegen den Blitzern wurde viel weniger geblitzt also mit anderen Autos.

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Re: Wieso provoziert der Hybrid?

#137 Beitrag von TF104 » 31.07.2017, 16:43

Inzwischen bin ja auch ich zu den Hybridfahrern gewechselt.
Keine Angst, den Auris gibt es noch. Den fährt ja nach wie vor meine Frau sehr gern.
Aber ich habe vom RAV4 2.0 Travel auf einen RAV4h Edition-S gewechselt.

Und ich habe das bereits seit fast 5 Wochen und auch schon eher sonderbare Erlebnisse gehabt.

Der tägliche Arbeitsweg führt durch stark bewaldetet und vor allem bewohntes Gebiet. Also der fast täglich aufgewühlte Rand zeugt von der wohl laut Waldrandbewohnern ca. 20 Tiere großen Wildschweinrotte die dort lebt, neben den zahlreichen Rehen und mehreren Füchsen. Also sind die 50 nicht ganz unangebracht.
Kurioserweise sagen sämtliche Navis dass man dort 100 fahren könnte. Aufgrund welcher Erhebnung kann ich nicht sagen, da dieses Waldgebiet innerorts ist und kein Ortsausgangsschild eine Aufhebung der 50 verkündet. Lediglich der Name des Ortsteils wird angezeigt (weißes Schild mit Ortsteilsnamen).

Also Tempo 50.
Fährt man nun die 50 mit Tempomat (was beim Hybriden ja fast schon Pflicht ist) so sind das in echt GPS gemessene (mit Garmin Navi)45km/h. Also fährt man Tempomat 60 (GPS 55km/h) oder eben wie beim Vorgänger RAV4 knapp unter Tacho 60. Nie wurde ich beim lasern angehalten oder es gab bei diesem Tempo ein Blitzerbild.

Nun fahre ich mit meinem RAV4 dort so lang.
In den nun bald 5 Wochen wurde ich öfter überholt als in den 5 Jahren mit dem RAV zuvor.

Schon komisch, man fährt wie immer und ist als Hybrid nicht wirklich zu erkennen, wird aber sinnfrei überholt. Meist laufe ich in der Ortslage via Tempomat wieder auf diese Leute auf...
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Re: Wieso provoziert der Hybrid?

#138 Beitrag von Webbster » 20.12.2017, 14:39

:lol: Ja. Das kenn mit dem Überholt werden in der Ortschaft bei 50 (nach Tacho) oder bei 54 (nach Tacho) kenn ich nur zu genüge.

Vorher mit dem 4er-Golf-Variant, wo ich selbst geschalten hab, war ich nicht viel anders unterwegs als jetzt.
Bin eben normal gefahren. Hab runtergeschalten, wenn ich gesehen hab - eine Grüne-Phase geht sich nicht mehr aus und bei Gelb (auf deutschen Straßen) schaff ich es auch nicht mehr in die Kreuzung. (Auf österreichischer Seite ist bei Gelb einfahren schon ein blöderes Thema. u.a. Bußgeld wenns einer der Exekutive sieht)

Und auch beim 125er-Roller oder bei meiner CB650F... wurde ich sinnfrei von Leuten überholt.
EGAL ob ich 80 in der 80er-Zone gefahren bin, oder 90. Selbst einmal, als ich 100 in einer 80er gefahren bin... hatte durch einen Strauch oder Ablenkung eine 80-er Beschränkungstafel nicht gesehen... wurde da einfach überholt.

Egal, was du fährst... man wird gern von Leuten überholt, die prinzipiell keine Zeit haben. Berufsfahrer für Lieferdienste machen das sehr gern. Oder solche Proleten, die ihre Audis, BMWs, etc. mit gröllenden Auspuff ausfahren müssen. (Gut, bei solch lauten Auspuff, denk ich mir immer: Motor kaputt? Auspuff kaputt??)

Wie gesagt. Es ist nicht zwingend der Hybrid an sich, der einen als "Schleicher" abstempelt.
Du kannst auch ein Vernünftiger Tacho-bewusster Motorradfahrer sein. Dann wirst du auch gern abgedrängt. So nach dem Motto: "Was 80er-Zone? Hier fährt doch keine Sau 80.. und schon gar nicht nach Tacho und wenn fahr ich IMMER - PRINZPIELL 10-15 mehr als Tacho". Und dann sich wundern, wenn statt der 80er-Beschränkung eine 60er Beschränkung daher kommt, damit auch DIESE Leute mal 80 fahren... :lol: Aber dann fahr ich mit dem Auris meine 60-64km/h mitn Tempomaten. :mrgreen:
Mit dem Motorrad zeig ich hin und wieder gern auf die Schilder, falls einer meint... er müsse mir mein Topcase streicheln. Ganz seltsam ists dann... wenn die Leute dann durch den Fingerzeig drauf kommen: "Ach verdammt - der fährt wirklich braaaaav... sowas gibts??" oder: "Seit wann ist denn HIER eine 60/80er Beschränkung... war noch nie der Fall..."

-
Was viele hier auch noch geschrieben haben: (Innen-)Spiegel lieber abdecken/abbauen wollen; Also ich kann auch sagen, auf einer Deutschen Autobahn blick ich auch zu gern über die Spiegel nach hinten - ob einer angeschossen kommt. Aber im Grunde... mach ich das seit dem ich auch mit dem Motorrad fahre, werf ich generell gern einen Blick in die Spiegel. Einfach aus Überlebensgründen. :lol:

Wenn einer hinten Lichthupe gibt, drängelt und was weiß ich noch alles... ich grinse gern und fahr trotzdem weiter. Speziell wenn ich überhole und ich schon meine 140-150 sachen auf einer deutschen Autobahn mit dem Auris mach und ein Raser hinten fast auffährt. Dann mach ich alles nach Fahrschule: Erst einmal Spiegelblicke, Schulterblick und Blinke. Manchmal blink ich vorher und mach dann die S-Blicke. Je nach dem. Aber alles in Ruhe und Gelassenheit.

Und dann passiert der Raser und fährt dem nächsten Wagen auf... und dann sag ich mir: "Toll... bist ja weit gekommen... und jetzt?!" :D

Speziell bei Staus denk ich mir auch oft... würde kein einziger zum Stehen kommen, würde der Stau sich baldigst auflösen. Aber so fährt jeder schnell weg und steht dann wieder. In der Zeit kommen von hinten neue dazu und der Stau wird größer und/oder verlangert sich um einige Kilometer nach hinten. Das sind dann diese Staus, wo man denkt: "UND warum jetzt hier ein Stau?!" und 5km später siehst du dann ein Auto auf der Seite, dass vielleicht der Grund fürn Stau war.
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Re: Wieso provoziert der Hybrid?

#139 Beitrag von Kamui77 » 21.12.2017, 00:54

Ich habe mir zwischenzeitlich diesen Sticker für's Heck besorgt. Merklich aufdringlich ist derzeit niemand, vielleicht haben die etwas aus dem Ampelspiel gelernt :cool:

Auf der Autobahn fahre ich meist meine 130-140, wofür tagsüber die mittlere Spur dicke ausreicht. Nur spät Nachts bei fast leerer Autobahn ist dann auf der Mittelspur von hinten ein Trasnporter angekommen und fuhr dicht auf, so daß ich rechts rüber gewechselt bin und den guten Handwerker (schätze ich jetzt mal) zu seiner schnelleren Heimfahrt verholfen habe.
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Re: Wieso provoziert der Hybrid?

#140 Beitrag von Webbster » 21.12.2017, 08:02

:lol: Am liebsten hätte ich hinten dann so eine Leuchtschrift: BITTE FOLGEN
Oder: Noch näher und sie können meinem Hund guten Tag sagen...
Oder: Und sonst so... alles Gut?

Ne. Wer wie ich durch die Führerscheinprüfungen verpflichtete Sicherheitstrainings gemacht hat - eben mit Notbremsmanöver... und man mal sieht, wie lang man schon für 50km/h braucht um zum Stillstand zu kommen...
(und man mal erst - besonders als Führerschein-Neuling - zögerlich VOLL in die Bremsen tritt/greift - Kennt man das Verhalten erst mal - macht man das einfach mal so oder zögern...)

Das ganze dann noch bei über 100km/h... Wo der ganze Weg um die 4fache Länge länger werden könnte. Tja. Ich weiß ja nicht... Da ist mir Kuscheln mit meiner Freundin viel lieber als mit anderen Autos. :roll:
(Aber so scheint die Welt wohl zu sein...) :roll:
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Re: Wieso provoziert der Hybrid?

#141 Beitrag von Francek » 21.12.2017, 08:15

Webbster hat geschrieben:Oder solche Proleten, die ihre Audis, BMWs, etc. mit gröllenden Auspuff ausfahren müssen. (Gut, bei solch lauten Auspuff, denk ich mir immer: Motor kaputt? Auspuff kaputt??)
Bei denen habe ich allerdings Verständnis dafür, dass sie nicht länger als unbedingt nötig in ihrer lärmenden Kiste Sitze möchten, ergo deutlich schneller fahren müssen... ;-)
Freilich frage ich mich immer wieder, warum so etwas überhaupt erlaubt ist. Ich darf ja auch nicht mutwillig die übrigen Emissionswerte meines Fahrzeugs verschlechtern, warum also soll das bei den Lärmemissionen so wünschenswert sein, dass die Zulassungsbehörden gerade hier eine Ausnahme machen?

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Re: Wieso provoziert der Hybrid?

#142 Beitrag von Webbster » 21.12.2017, 08:46

Also bei Motorräder schauen die lieben Herren und Damen der Polizei akribisch auf solche "lauten" Rohre.
Aber die Ingenieure, Techniker und sonstige Experten - stimmen die Motoren auf die Standardauspuffs ja ab.
Und wenn mal einer denkt: "Ja - Laut sein rettet leben" - mag ja solang stimmen, bis ein noch lauterer Experte neben dir steht und du dann mit deiner Röhre untergehst.

Ab hier :offtopic: :
Spoiler!
Aber ja. Da hast du vollkommen recht. Nur grad solche Experten sind dafür verantwortlich, dass die lieben Herren und Damen der Polizei sich Beschwerden von Bürgern anhören dürfen - und dann Straßensperren für NUR Motorräder veranlassen. Die Proleten und Laut-Auspuff-Experten dürfen dort trotzdem rumfahren mit ihren Autoleins.

Normalerweise würd ich dort die Straße komplett sperren und diese lieben Bürger mal abschotten und nur solche Durchlasszeiten vorschreiben: Darfst von 7:00 bis 8:00 und 16:00 bis 18:00 durchfahren. Und: Ausgenommen Anrainer [=Anlieger FREI] draufschreiben

Mal abgesehen davon, dass eine Streckensperrung IMMER mit einer entsprechenden Umleitung vonstatten gehen sollte. Woher soll denn ein Fremder wissen, wo er alternativ fahren darf, wenn so eine Sperrung daherkommt.
Aber naja...
Streckensperrungen für Motorräder hab ich in Österreich aber bislang noch nicht erlebt.
In Deutschland aber gern der Burner.
Naja.
Aber wie gesagt: Man kann die Hybrid-Technik nur dann ordnungsgemäß austesten/ausspielen, wenn man echt kaum Gegenspieler auf den Strecken hat. Und dann machts richtig spaß.
Gut.... Spaß machen Ampelstarts auch.
Wenn viele mit ihren Automatik-Getrieben die Grün-Phase einer Ampel verschlafen...

Selbst mit Schaltgetriebe hab ich den ersten Gang gleich mal eingelegt, mit der Kupplungswaage schon rumgespielt und dann... los gebrettert wenns grün wurde. (und dann geben viele grad damit an, dass die Automatik so toll sein soll... und dann bei der Ampel immer noch stehen, wenn ich schon über die Kreuzung bin) :mrgreen: :mrgreen:

Aber ob nicht grad DAS provoziert? :ahh:
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Re: Wieso provoziert der Hybrid?

#143 Beitrag von nightsta1k3r » 21.12.2017, 09:45

Webbster hat geschrieben:und dann bei der Ampel immer noch stehen, wenn ich schon über die Kreuzung bin
Das Spiel hab ich täglich mit den anfahrschwachen Turbodieseln :D , die dann, wenn sie endlich Ladedruck haben, hinterherjappeln und drüberschnalzen um die Schmach auszubessern.

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Re: Wieso provoziert der Hybrid?

#144 Beitrag von TF104 » 26.12.2017, 21:03

Nach einigen Kilometern Erfahrung habe ich noch etwas anderes festgestellt, was die Ursache sein könnte.

Der Hybridantrieb erzieht den Fahrer zu einem ruhigeren Fahrstil. So sagt man zumindest.Und der unterscheidet sich nun mal von allen anderen.

Fährt man einen Schalter dann schaut es so aus:
Zuerst sucht man einen Druckpunkt der Kupplung und dann kann man losfahren. Dazu gibt man Gas und tritt das Pedal ziemlich weit durch. Solange bis der eingelegte Gang ausgedreht ist. Dann Fuß vom Gas und die Kupplung getreten. Dann den Gang gewechselt und erneut eingekuppelt um anschließend wieder mehr oder weniger stark auf das Gaspedal zu treten. Je nach dem wie schnell man fährt bzw. fahren darf wiederholt man dieses Vorgehen.
Damit beschleunigt man je nach Motorleistung etsprechend schnell aber von der Bewegung her eben nicht linear sondern phasenweise.

Was passiert dagegen beim Hybrid?
Man steht mit getretener Bremse und löst diese zum Anfahren.
Und je nach gewählter bzw. gewünschter weil erlaubter Geschwindigkeit drückt man das Pedal durch.
Die Beschleunigung erfolgt linear. Notfalls aus dem Stand bis 180km/h.
Ohne noch so kurze Unterbrechung durch den Wechsel der Zahnradpaare.

Und genau daran liegt das Problem.
Als erster an der Ampel zieht man unterbrechungslos weg. Während die anderen diesen Vortrieb 4 bis 6x unterbrechen und somit abfallen.
Selbst Automatikgetriebe haben diese Zugkraftunterbrechung.
Im Endeffekt rast man für den Hintermann einfach los. Weil man ja schneller ist.

Nun steht man als zweiter in der Reihe.
Der ungeübte Fahrer wird beschleunigen (und ggf. den Motor aufjaulen lassen- das wird ja gern so genannt) um dann erschrocken den Fuß vom Pedal zu nehmen, wenn der Vordermann schaltet. Weil er unterbricht die Zugkraft und damit den Beschleunigungsvorgang. Der Hybrid könnte hingegen durchziehen. Aber kann durch den Vordermannja nicht. Und deshalb Fuß vom Gas.

Nach einigen solcher Erlebnissen wird der dann geübte Hybridfahrer einfach als zweiter etwas sanfter beschleunigen um nicht wieder das Gas lupfen zu müssen. Nebenbei wirkt sich dies natürlich auch auf den Verbrauch aus.
Also beschleunigt er langsamer als der Vordermann um dessen Schaltpause brücken zu können und eben nicht den Fuß vom Gas nehmen zu müssen.
Natürlich klappt dies nur, wenn der Hybridfahrer eben schächer das Gaspedal tritt als er es sonst tun würde.
Der dahinterfahrende Schalterfahrer hingegen will ja bis zum Drehmomentberg durchbeschleunigen um zügig voran zu kommen. So wird er sich irgendwann vom langsameren Hybriden gemaßregelt fühlen, da der ja für seine Fahrweise bummelt. Um Sprit zu sparen das Arschloch...
Natürlich wird dann die nächste Möglichkeit genutzt es diesem Öko zu zeigen. Also zack und vorbei!

Verstehen wird es kein Auto 1.0 Fahrer warum es so ist. Das muss man schon wirklich Erfahren.
Nur sind wir eben in der Minderheit und diese müssten um nicht zu provozieren mit dem Pedal spielen um nicht aufzufallen. Dafür ist der harmonische Antrieb aber nicht gemacht und ein solch unrunder Fahrstil nervt.
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Re: Wieso provoziert der Hybrid?

#145 Beitrag von Peter2 » 26.12.2017, 22:47

TF104 hat geschrieben:Nach einigen Kilometern Erfahrung habe ich noch etwas anderes festgestellt, was die Ursache sein könnte.
Ich glaube nicht, dass es dieses Beschleunigungsbenehmen ist. Es hat sich in der Autofahrerwelt schon herumgesprochen, dass einige Hybrid-Freunde nicht fahren, sondern sparen. Wer in den einschlägigen Foren liest, wird wissen , was ich meine. Ich kann meine Verbräuche in ein Heft schreiben, eine App benutzen oder im Spritmonitor brillieren. Benutze zwar jetzt auch eine App, habe aber über 40 Jahre lang mein pers. Tankheft geführt. Aber nicht um immer sparsamer (sprich langsamer) zu fahren, sondern Anzeichen für evtl. Macken zu erkennen. Spritpreise hab ich auch aufgeschrieben, sorgt aber nur für einen dicken Hals. Wenn ich um zu sparen alles mögliche im Straßenverkehr ausprobiere, wie Puls & Glide, mich womöglich bis auf 30km/h abfallen lasse und dann wie auch immer beschleunige, oh, da möchte ich auch nicht hinter mir her fahren. Sollen sich diese Fahrer besser auf einen Rundkurs begeben und nicht in den Stadtverkehr. Falls es zum Hobby wird (das andere Extrem ist die "Sau" rauslassen), gehört das auch an einen anderen Ort. Wie gesagt, bei aller Sparerei sollte keiner vergessen, warum er sich ein Auto zulegt. Und dass man mit ihm auch noch rel. günstig fährt, sollte ein schöner Nebeneffekt sein - mehr aber auch nicht.
PS. Ich habe den P2 gefahren und jetzt Auris 2 FL. Aber eigentlich nicht vordergründig wegen dem Verbrauch, sonder weil mich das Getriebekonzept fasziniert hat. Und die wenigsten , die diesem Virus verfallen sind, können dem gleichmäßigen beschleunigen und entspannter Fahrweise widerstehen.

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Re: Wieso provoziert der Hybrid?

#146 Beitrag von Webbster » 26.12.2017, 22:51

Das mit dem Schaltgetriebe und den Automatik-Schaltgetriebe ist richtig.
Dieses Ich-fahre-als-zweiter-langsamer-weil-die-Pappnase-vor-mir-eh-nicht-richtig-schalten-kann stimmt.

Ich habs hin und wieder auch gern so gemacht: Als erster hab ich den Schaltvorgang kurz zum Anfahren gebracht (den Schleifpunkt der Kupplung bereits vorher ertastet und mir die Fußstellung halbwegs gemerkt) - gleich vollgas gegeben und manchmal gleich in den dritten Gang gewechselt.
Ging aber nicht immer und war auf Dauer etwas stressig. (Außer ich hatte gute Laune)

Gern hab ich auch den ersten Gang etwas höher drehen lassen - und dann weiter gewechselt.
Beim Motorrad hingegen - ist das mit der Hand ähnlich, und doch etwas schwieriger als beim Auto. Jede Systemstörung merkt man auf der Maschine deutlich stärker als im Auto. Dazu kommt auch gern, der tolle - nervige Schaltfehler, falls man den Fuß beim Schalten von 1 auf die 2 nicht sehr deutlich durchführt. (bei 3-4-5-6 ist das nur ein kurzes "Antippen") Dann landet man zu gern in den Neutralen und ärgert sich etwas.

Passiert aber bei Ampelstarts nicht wirklich... :) Da zieht man deutlich stärker durch: Kupplung wie auch Fußschaltung.

-
Dennoch muss ich sagen, was ich so gesehen hab: Anständige Auto-/ Motorradfahrer provozieren mehr... als Hybridfahrer generell.

Ich musste einmal seeeehr nach StVO fahren. Weil vor mir ein Radfahrer fuhr und eine Sperrfläche zwischen Gegenspur und meiner Spur war. Nach der StVO MUSS man auf die Gegenspur oder zweite Spur wechseln um den notwendigen Sicherheits-Seitenabstand zum Radfahrer einzuhalten.
Und die hinter mir durften sowieso nicht überholen... :lol:
und meine Schwester als Beifahrerin meinte: "ICH hätte da jetzt sofort überholt... aber du mussts ja wissen..."
Der hinter mir hat vielleicht getobt. - Aber Regeln - sind Regeln...
würde jeder sie einhalten.... würden viele Dinge anders ablaufen. (oder auch nicht)

-
Vielleicht aber provoziert jeder für sich - egal was man fährt. (und prinzipiell sind die anderen komische Fahrer) :denken:
Hauptsache man kommt heil und gesund da an - wo man ankommen mag.
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Re: Wieso provoziert der Hybrid?

#147 Beitrag von TF104 » 27.12.2017, 17:23

Das die Anderen nicht Autofahren können ist doch immer so.

@Peter2

Es gibt sicher Hybridfahrer die durch ihr konsequentes Versuchen maximal zu sparen immer der Kopf einer Fahrzeugschlange sind. Natürlich kann man so fahren, aber das sind auch die, die wirklich besch... mit einem herkömmlichen Fahrzeug versuchen krampfhaft sparsam zu fahren.
Pulse&Glide und Segeln habe ich auch ausprobiert.
Aber P&G ist absolut nix für mich. Ich mag einen flüssigen Fahrstil. Nicht rasen aber zügig bis zum Erlaubten. Und da halte ich mich sogar an GPS Werte, also nix Tacho.
Dennoch spare ich kräftig Kraftstoff zum Vorgänger, bin sicher nicht langsamer und werde dennoch oft überholt.

Ich bin auch noch am finden für den perfekten Fahrstil.
Nicht einfach zu begreifen das eben nur langsam auch nicht sparsam sein kann.
Wie denn auch wenn der Motor gestreichelt den Vortrieb bringen muss und nichts für den Akku übrig bleibt? Das mauss man erfahren.
Garnicht so einfach wenn man das Gaspedal nur antippt und defensiv beschleunigt und am Ende da was von 8L im Display steht.
Schnautze voll und losgefahren wie immer und schwupps...keine 6l.
Das warum und wie ist die Kunst beim Hybridfahren.
Aber extremes Segeln bzw. Rollen halte ich für falsch. Denn so könnte man JEDEN Wagen bewegen.
Gasgeben und dann Gang raus und rollen...da läuft zwangsläufig weniger Sprit durch.
Das ist für mich kein Fahrstil.
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Re: Wieso provoziert der Hybrid?

#148 Beitrag von Webbster » 27.12.2017, 19:15

Gas geben und Gang raus + Rollen lassen ist nicht grad das tolle "Spritsparen". Leerlauf-Drehzahl ist eben kontraproduktiv.
Gang drinnen lassen zur Ampel rollen lassen (so mach ich es mit den Schaltgetrieben u.a. Motorrad oder anderes Fahrzeug) - Schubabschaltung und Motorbremse.
Das spart Sprit. :) (Man will ja eh stehen bleiben oder Geschwindigkeit verringern)
Alles andere ist wie "am Stand" (warm) laufen lassen...

Pulse und Glide - hab ich nie kapiert. Beschleunigen und rollen lassen und dann wieder beschleunigen - ist eine vielleicht tolle Technik - aber eben nicht sehr produktiv.
Es ist kein ruhiges Fahren. Da stimm ich dir zu. (Versucht hab ich es zwar mal... aber keine Ahnung, wie das super gut gehen sollte)

Ich fahr auch einfach die Reisegeschwindigkeit und gut ists. Das ist ruhig, gelassen und entspannend. Wenns langweilig wird - beschleunigt man halt wieder kräftiger und lässt sich mal ausrollen bis zu der alten Reisegeschwindigkeit und fährt diese wieder weiter. (meist ist das ohnedies der Fall weil du öfters auf der Autobahn wen überholen musst)
80er Beschränkungen find ich gut... aber sinnlos, da die meisten LKWs 90 nach Tacho fahren. Die überholen dich, wenn du dich Fahrschul-korrekt verhaltest.
Hat mich selbst in der Fahrschule schon genervt. Der Lehrer meinte dazu nur: "Die fahren so wie sie glauben... und du fährst nach den Vorschriften"

Aber im Grunde: Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Gerade als Motorradfahrer weiß man das seeeeehr sehr gut. Fährt man in einer Gruppe mit "Halbstarke", die routiniert ganz vorne fahren... kannst du hinten zur Gruppengeschwindigkeit gute 30-40km/h dazurechnen, damit du überhaupt nachkommst.
Speziell wenn die guten Leute vorne dauernd Autos überholen - wo eigentlich Überholverbot für mehrspurige Kfzs herrscht.

GPS-Geschwindigkeit steht jedoch nicht auf den Tafeln. Klar könnte man danach gehen. Aber dann müssten die Tachos ausgetauscht und gegen GPS-Dinger ersetzt werden - bzw. bei Ausfall von GPS (wie im Tunnel) - auf die Geschwindigkeit der Räder gehen. Nun ja :)

...

Im Stadtverkehr fahr ich wenn der Verkehr es zulässt, zügig auf die 50-54 km/h... und füge mich in den "Fluss" ein, haue Tempomat rein und halte den Finger am Hebel, falls ich doch mal eingreifen muss. Fahr damit sehr oft mit EV-Lichtlein, halte die Geschwindigkeit... und wenn ich dann zu mir heimfahr - ist sowieso ein Abwärtsstück dabei, wo ich genug aufladen kann um Halbe-Traktionsbatterie zu haben. Das reicht für das Rangieren am Hof in die Garage. :)
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Re: Wieso provoziert der Hybrid?

#149 Beitrag von Crazyhornet » 01.01.2018, 22:05

Das war einiges zu lesen bis hier her.

Generell könnte es meiner Meinung nach tatsächlich daran liegen das man „nur“ einen Japaner fährt. Diese sind zum einen günstiger als Einheimische Marken und diese im Normalfall nicht „Premium“ sind.

Das Argument mit der Beschriftung hatte ich auch im Sinn, das ist für den ein oder anderen das i-Tüpfelchen um dann mit dem überholen zeigen zu können: „Du fährst so einen Schrott der nix taugt, ich zeig Dir mal was ein Verbrenner kann“.

Mich soll es nicht stören, da ich ohnehin entspannt fahre. Grundsätzlich stört mich das permanente am Mittelstreifen fahren um freien Blick nach vorn zu haben bzw, weil es einem nicht schnell genug geht.

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Re: Wieso provoziert der Hybrid?

#150 Beitrag von Kamui77 » 02.01.2018, 00:59

Bei den meisten ist es dann aber auch nur Stammtisch, denn auf den Punkt gebracht gibt es drei einheimische Premiummarken Audi / Mercedes-Benz / BMW welche in den japanischen Marken Lexus / Infiniti / Acura ihren Gegenpart finden. Der typische VW ist nicht wertiger als der typische Toyota - er wird allenfals wertiger geschrieben, da es andere Trends gibt. Zuerst wurde über die Japaner geschimpt weil Digitaldisplays und Klavierlack zum Einsatz kamen - das ganze gibts jetzt im neuen Golf und neuen Polo. Auch wurde immer wieder moniert dass die Plastikteile nicht aufgeschäumt sind. Dann kam der neue Honda Jazz mit aufgeschäumten Plastik und sogar Kunstederflächen, da hieß es dann dass der Listenpreis viel zu hoch ist. :schulterzuck:

Verbrenner sind ja beide Autos und gerade an den Ampeln weist man bereits mit den in Deutschland verfügbaren HSD Hybriden die meisten einheimischen Fabrikate beschleunigungstechnisch in die Schranken. Würden hier auch noch Honda mit i-DCD/i-MMD Hybriden und Nissan mit den e-Power Hybriden antreten wären alle einheimischen Hersteller in Erklärungsnot.
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