Diesel-Fahrverbote (u.a. Stuttgart ab 2018)

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Olav_888
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Re: Diesel-Fahrverbote (u.a. Stuttgart ab 2018)

#136 Beitrag von Olav_888 » 25.06.2017, 14:19

Kamui77 hat geschrieben:Ich habe das etwas mißverständlich ausgedrückt. Das NOx entsteht im Freibrennzyklus durch die Einspritzung von Treibstoff und ein massiver NOx-Anstieg ist zu verzeichnen. LINK. Zudem wird der Ruß in Kleinpartikel umgewandelt und gesammelt in die Luft geblasen.
Genau das wird beim Benziner dank höhere Abgastemperatur nicht notwendig sein
Kamui77 hat geschrieben:Zusätzlich wird bei den meisten aktuellen Downsizern auch mit Direkteinspritzung gearbeitet, was die Brennraumtemperatur nochmals heruntersetzt.
Dank Direkteinspritzer gehen aber die Rußpartikel wieder hoch.

Das ganze ist ein Kreis, wenn Du an der einen Seite etwas gutes tust, wird die andere Seite schlechter. Das ganze wird umso komplizierter, je höher die Leistung/Liter Hubraum ist. Das ist der Grund, warum einige Hersteller vom Downsizing wieder abgekommen sind, sie schaffen es einfach nicht alle Parameter auf Grün zu bringen
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Re: Diesel-Fahrverbote (u.a. Stuttgart ab 2018)

#137 Beitrag von Tim » 25.06.2017, 23:00

Sie schaffen es nicht, würde ich so nicht unterschreiben. Das Problem ist eher der enorme Aufwand und die neuen Messzyklen (RDE). Downsizing ist für die Hersteller halt interessant gewesen, weil sie so den Zyklus verbrauchsarm meistern konnte. Dazu noch die Portion "Diesel-Fahrspaß" und schon kaufen es die Kunden auch.

Um die kleinen aufgblasenen Motoren sauber zu kriegen, wird einfach mehr Aufwand nötig. Für den Kunden stellt es keinen Mehrwert dar, so dass auch nur die wenigsten bereits sind das zu zahlen. Sprich, wer damit anfängt, macht weniger Gewinn. Dazu kommt dann noch, dass die Maßnahmen beim RDE nicht mehr den gewünschten Effekt bringen. Qausi nur Nachteile für die Hersteller dran festzuhalten. Den "Diesel-Fahrspaß" kann man durchaus auch mit einer etwas anderen Auslegung mit Hybriden hinbekommen.

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Re: Diesel-Fahrverbote (u.a. Stuttgart ab 2018)

#138 Beitrag von Fjoyodor » 02.07.2017, 17:25

Das wusste ich alles noch gar nicht

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Re: Diesel-Fahrverbote (u.a. Stuttgart ab 2018)

#139 Beitrag von falk » 12.07.2017, 11:07

Im VW-Abgasskandal hat die Deutsche Umwelthilfe die Betriebserlaubnis von Dieselautos ins Visier genommen - und die Zulassungsstellen in zehn Städten verklagt. Zu dreckige Autos müssten von der Straße.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 57272.html

Die Klagen (deren Erfolgsaussichten ich allerdings für bescheiden halte) richten sich gegen die Betriebserlaubnis von Fahrzeugen mit bestimmten Motortypen - die Fahrzeuge müssten dann komplett aus dem Verkehr gezogen werden.

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Re: Diesel-Fahrverbote (u.a. Stuttgart ab 2018)

#140 Beitrag von Bert B. » 12.07.2017, 11:30

die Klagen sind jedoch sicher ein Mittel, den Druck zu erhöhen und die Menschen weiter zu verunsichern. Den Verkauf eines Diesel an privat kann man jetzt schon vergessen, die will keiner mehr.

uns hat das jedenfalls bewogen, den 13 Jahre alten Euro 3 Diesel zu verkaufen.
Grüße aus dem Münsterland, Berti

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Re: Diesel-Fahrverbote (u.a. Stuttgart ab 2018)

#141 Beitrag von Tim » 12.07.2017, 22:25

Die Erfolgsaussichten der Klagen sehe ich gar nicht mal so schlecht, wenn es nicht zu Formfehlern kommt. Wie man bei anderen Themen sieht, sind die Gerichte nicht so käuflich wie unsere Politik. Dreh- und Angelunkt wird die Prüfstandserkennung sein.
Sollten die Klagen keinen Erfolg haben, werden sich wiederum die Tuner die Hände reiben...

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Re: Diesel-Fahrverbote (u.a. Stuttgart ab 2018)

#142 Beitrag von Shar » 23.07.2017, 10:55

Servus.
Schadstoff-Alarm in München: „Ausmaß ist erschreckend“
Die Katze ist aus dem Sack: Das lange vom Freistaat unter Verschluss gehaltene Verzeichnis über die Luftbelastung in Münchens Straßen wurde veröffentlicht - umweltpolitisch eine Karte des Grauens. [ff.]
Quelle: https://www.merkur.de/lokales/muenchen/ ... 97624.html

Die besagte Münchener NO2-Studie; 123 Kilometer an Straßen über dem Grenzwert (Hinweis: Karte hat lange Ladezeit):
http://www.regierung.oberbayern.bayern. ... skarte.pdf

Zugehöriges Straßenverzeichnis:
http://www.regierung.oberbayern.bayern. ... ichnis.pdf

Laut DUH sind die o.g. Daten geschönt:
Es bleibt bei Diesel-Fahrverboten in München ab 2018 – Deutsche Umwelthilfe begrüßt Transparenzoffensive von Oberbürgermeister Reiter beim Dieselabgasgift NO2 (Freitag, 21.07.2017)
Das durch Ministerpräsident Seehofer rechtswidrig über drei Wochen hinweg zurückgehaltene Gutachten zur Luftqualität in München zeigt eine alarmierende Belastung mit dem Dieselabgasgift Stickstoffdioxid – Bayerische Staatsregierung will Autoindustrie erlauben, bei unter +10 Grad Celsius weiterhin stark erhöhte Abgasmengen auszustoßen – Höchstrichterliche Entscheidung zur umsetzungsreifen Vorbereitung von Diesel-Fahrverboten bis zum 31.12.2017 unverändert in Kraft – DUH wirft Staatsregierung zudem Beschönigung der Situation durch die Verwendung veralteter Emissionsfaktoren vor. [ff.]
Weiter steht:
Eine erste Analyse des Gutachtens zeigt, dass die Belastungssituation in Wirklichkeit noch gravierender ist, als angenommen. So musste die DUH feststellen, dass für das Gutachten zu niedrige und damit falsche Realemissionsdaten für Diesel-Fahrzeuge verwendet wurden. Dabei hat das Umweltbundesamt gemeinsam mit Umweltministerin Barbara Hendricks bereits am 25.4.2017 die neuen Emissionsfaktoren im „Handbuch für Emissionsfaktoren“, Version 3.3 bekannt gegeben. Demnach sind die realen NOx-Emissionen aus Diesel-Pkw bei Euro 4 Pkw um 24 Prozent höher, bei Euro 5 um 34 Prozent und bei Euro 6 sogar 92 Prozent höher, als in der vorherigen Fassung, auf denen jedoch das Münchner Gutachten basiert. Es ist für die DUH nicht nachvollziehbar, warum das Luftqualitätsgutachten München diese aktualisierten Werte ignoriert und stattdessen allein für die auf der Straße besonders schmutzigen Euro 6 Diesel-Pkw einen „Zuschlagsfaktor“ von 1,7 innerorts annimmt.
Quelle: http://www.duh.de/pressemitteilung/es-b ... renzoffen/

Machtwort aus Brüssel: Manipulierte Diesel sollen bis 2018 von der Straße
EU-Industriekommissarin Elżbieta Bieńkowska hat die Nase voll vom Abgasskandal. Schummeldiesel von VW und Co. sollen ihr zufolge noch in diesem Jahr umgerüstet oder von 2018 an stillgelegt werden.
Quelle: https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 80556.html


Persönliche Meinung: Ich hoffe auf die Richter, die bereits die Fadenscheinigen "Lösungen" und Behauptungen der Fahrzeughersteller in Frage stellen und ich hoffe inständig, daß das o.g. "Machtwort" auch ein solches ist.

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Re: Diesel-Fahrverbote (u.a. Stuttgart ab 2018)

#143 Beitrag von Shar » 23.07.2017, 13:27

Servus.
Stuttgarts "Luftnummer" vor Gericht
19.07.2017 - Richter deutet harte Haltung zu Diesel-Fahrverbot an
[...] Macht das Land wirklich, was es kann, um die Belastung der Stuttgarter Luft mit gefährlichen Stickoxiden nachhaltig zu reduzieren? Das Verwaltungsgericht Stuttgart prüft seit Mittwoch auf eine Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gegen das Land den neuen Luftreinhalteplan.

Der soll vom 1. Januar 2018 in der Landeshauptstadt gelten. Seit mindestens sieben Jahren werden dort die EU-Grenzwerte für Stickstoffdioxide zum Teil um das doppelte übertroffen. Sie stammen vor allem aus Dieselmotoren. Mit einer Entscheidung wird in der nächsten Woche gerechnet.

Während die DUH allein in Fahrverboten für Dieselautos ein wirksames Mittel gegen die Luftverschmutzung sieht, versucht das Land inzwischen, Fahrverbote zu verhindern. Man wolle abwarten, ob die von der Autoindustrie angekündigten Nachrüstungen älterer Diesel womöglich eine ähnliche Wirkung für die Luftreinhaltung haben, sagten Vertreter des Landes bei der Verhandlung. Dies wolle man im Jahr 2018 prüfen. Reicht es nicht, kämen die Fahrverbote wieder ins Spiel.

Richter Wolfgang Kern ließ jedoch erhebliche Zweifel am Effekt der Nachrüstungen erkennen. Die Berechnungen des Landes dahingehend, wie rasch welche Diesel nachgerüstet werden könnten, und wie weit sich die Schadstoffe dabei reduzieren ließen, sei "von maximalem Optimismus getragen". [ff.]
Quelle: http://www.manager-magazin.de/politik/a ... 58771.html


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Re: Diesel-Fahrverbote (u.a. Stuttgart ab 2018)

#144 Beitrag von Tim » 23.07.2017, 20:30

Warts ab. Ab Oktober können sie dann die Katze aus dem Sack lassen. Dann ist ja die Wahl vorbei. Bis dahin kämpfen alle um Wählerstimmen. Und keiner will vor der Wahl sagen, dass die die Hälfte der PKW aus den Großstädten rausmüssen - und zwar unabhängig von der Parteizugehörigkeit.

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Re: Diesel-Fahrverbote (u.a. Stuttgart ab 2018)

#145 Beitrag von teilzeitstromer » 24.07.2017, 06:33

Wenigstens vergraulen sie damit die Wähler die so eine Aussage schon vor der Wahl erwarten :shock: :schulterzuck:

Aber Wahlkampf scheint ja dieses Jahr eh nicht stattzufinden.
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Re: Diesel-Fahrverbote (u.a. Stuttgart ab 2018)

#146 Beitrag von falk » 24.07.2017, 08:59

Es geht hier ja auch nur um erstinstanzliche Entscheidungen. Und die (grüne!) Landesregierung hat ja schon angedeutet, dass sie ihre Dieselindustrie durch alle Instanzen verteidigen will.

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Re: Diesel-Fahrverbote (u.a. Stuttgart ab 2018)

#147 Beitrag von Shar » 28.07.2017, 11:34

Servus.

Die Urteilsverkündung erfolgte, zugunsten der Klage durch die DUW.
Diesel drohen Fahrverbote in Stuttgart

Die Verwaltungsrichter in Stuttgart haben entschieden: Der Luftreinhalteplan Baden-Württembergs reicht nicht aus, das Land muss die Grenzwerte „schnellstmöglich“ erreichen. Ein Mittel dazu sind Diesel-Fahrverbote.

StuttgartIn Stuttgart muss die Luftverschmutzung nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts auch mit Diesel-Fahrverboten eingedämmt werden. Das Gericht gab damit am Freitag einer Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) über den Luftreinhalteplan für die baden-württembergische Landeshauptstadt statt. Die geplante Nachrüstung von Diesel-Fahrzeugen reiche nicht aus und sei nach dem Plan auch erst 2020 und damit zu spät umzusetzen.

„Das Verkehrsverbot verstößt nicht gegen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, weil der Gesundheitsschutz höher zu gewichten ist als das Recht auf Eigentum und die allgemeine Handlungsfreiheit der vom Verbot betroffenen Kraftfahrzeugeigentümer“, sagte Richter Wolfgang Kern.
[ff.]
Quelle: http://www.handelsblatt.com/politik/deu ... 19466.html

28. Juli 2017, 10:46 Uhr
Stuttgarter Verwaltungsgericht billigt Diesel-Fahrverbote
  • Baden-Württembergs Landesregierung muss konkrete Maßnahmen ergreifen, um die Schadstoffbelastung in Stuttgart zu verringern.
  • Das haben die Richter des Verwaltungsgerichts entschieden.
  • Damit drohen temporäre Fahrverbote für Dieselautos, die nicht die aktuell geltende Euro-6-Abgasnorm erfüllen.
Das Land Baden-Württemberg muss seinen Luftreinhalteplan für Stuttgart überarbeiten. Der bisherige Plan sei unzureichend, entschied das Verwaltungsgericht Stuttgart. Die Deutsche Umwelthilfe hatte geklagt und Fahrverbote für sämtliche Dieselautos gefordert. Die Richter stellten nun zumindest klar, dass umfassenden Verbote grundsätzlich möglich seien.

Zwar sieht auch die aktuelle Version des Luftreinhalteplans schon temporäre Fahrverbote vor. Dieselfahrzeuge, die nicht die aktuelle Euro-6-Abgasnorm erfüllen, sollen demnach an bestimmten Tagen nicht in die Stuttgarter Innenstadt fahren dürfen. Und zwar dann, wenn Feinstaubalarm herrscht. Damit soll die hohe Belastung an Stickoxiden, die zu einem Großteil von Dieselfahrzeugen im Straßenverkehr verursacht wird, eingedämmt werden.
[ff.]
Quelle:http://www.sueddeutsche.de/auto/eil-stu ... -1.3607211


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Re: Diesel-Fahrverbote (u.a. Stuttgart ab 2018)

#148 Beitrag von Shar » 28.07.2017, 12:18

Gericht urteilt pro Diesel-Fahrverbot in Stuttgart

Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat ein rasches Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge in Stuttgart gefordert.
  • Es gab einer Klage der Deutschen Umwelthilfe Recht. Zum 1. Januar 2018 soll ein Fahrverbot für Diesel verhängt werden.
  • Nur Diesel-Fahrverbote seien ein wirksamer Schutz gegen eine gesundheitsschädliche Stickoxid-Belastung, so das Gericht.
Warum das wichtig ist:
Die Umweltlobby hatte ein Fahrverbot für alle Diesel gefordert, weil die Grenzwerte für Stickoxid auch sieben Jahre nach Inkrafttreten der Vorschriften nicht eingehalten werden.

Das Verwaltungsgericht Stuttgart hat ein rasches Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge in Stuttgart gefordert. In einem am Freitag verkündeten Urteil gab das Gericht einer entsprechenden Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) Recht. Gegen das Urteil sind noch Rechtsmittel möglich.

Das Gericht urteilte, allein Diesel-Fahrverbote seien ein wirksamer Schutz gegen eine gesundheitsschädliche Stickoxid-Belastung. Die geplante Nachrüstung von Diesel-Fahrzeugen reiche nicht aus und sei nach dem Plan auch erst 2020 und damit zu spät umzusetzen.

[...]

Wie Verkehrsministerium von Baden-Württemberg am Freitag sagte, will das Land die Entscheidung des Gerichts zunächst sorgfältig prüfen. Welche Schritte einzuleiten sind, könne er jetzt noch nicht sagen, betonte der Sprecher von Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne). Wie wahrscheinlich Fahrverbote für Dieselautos schon zum 1. Januar 2018 seien, wollte er nicht abschätzen.

Mehr als ein Dutzend Großstädte stehen vor dem Problem, unter dem Druck von DUH-Klagen und einem Sanktionsverfahren der EU-Kommission für das Einhalten der Grenzwerte sorgen zu müssen. Nordrhein-Westfalen rief mit Einverständnis der DUH bereits das Bundesverwaltungsgericht Leipzig an, um zu klären, ob Kommunen Fahrverbote für Diesel-Autos nach geltender Rechtslage überhaupt verhängen dürfen. Diese Revision ließen auch die Stuttgarter zu, halten aber die rechtlichen Voraussetzungen für Fahrverbote bereits für gegeben.
Quelle: https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... tgart.html


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Re: Diesel-Fahrverbote (u.a. Stuttgart ab 2018)

#149 Beitrag von Olav_888 » 28.07.2017, 14:16

Diesel nach Euro6 sollten dann aber nur erlaubt sein, wenn sie nicht von einem deutschen Hersteller kommen, wie man gerade bei AUDI und Porsche beweist :cool:
Der Clown ist die wichtigste Mahlzeit am Tage!

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Re: Diesel-Fahrverbote (u.a. Stuttgart ab 2018)

#150 Beitrag von Tim » 28.07.2017, 15:08

ja, als Hybridfahrer in der Region, musste ich beim Lesen in der Mittagspause schon ein wenig schmunzeln. Und irgendwie ist es beruhigend, dass zumindest die Gerichte hierzulande noch funktionieren.

Interessant wird jetzt, was als nächstes passiert und wann. Wir haben schließlich in 2 Monaten Wahl und davor will keine Stellung beziehen. Die Grünen werden (bis dahin) das Urteil nicht anfechten. Das muss man dann aber auf der anderen Seite so interpretieren, dass sie es akzeptieren bzw. richtig finden. Wird sicher lustig, wie die Politik die nächsten Wochen rumdrucksen wird.

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