VW für Abschaffung der niedrigeren Dieselbesteuerung - was denkt ihr?

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Re: VW für Abschaffung der niedrigeren Dieselbesteuerung - was denkt ihr?

#16 Beitrag von Webbster » 14.12.2017, 20:46

Also ein nächster Schritt in eine Richtung wird wohl getan werden müssen. Nach Benzin/Diesel eine Zwischenlösung "Hybrid" ist schon eine guter Anfang.

Eine art Flüssige Batterie gabs in einem Prototyp auch schon mal - wo eine geladene Flüssigkeit getankt und die alte abgesaugt wurde. War - wenn ich mich nicht recht irre - von einem Australier entwickelt und gebaut worden. Fuhr auch. Aber naja.

Alk aus Zuckerrüben zu verbrennen ala Brasilien ist auch net die beste Variante.

Viele Ideen bleiben da net. Schwungscheibe und alle 100-140km wieder aufziehen wäre ziemlich abwegig. :lol:
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Re: VW für Abschaffung der niedrigeren Dieselbesteuerung - was denkt ihr?

#17 Beitrag von Kamui77 » 14.12.2017, 22:11

Meik hat geschrieben:Wasserstoff ist eine große Blendnummer für Menschen die sich gerne für dumm verkaufen lassen ;)
Was Du aus welchen Gründen behauptest? :cool:
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Re: VW für Abschaffung der niedrigeren Dieselbesteuerung - was denkt ihr?

#18 Beitrag von Kamui77 » 14.12.2017, 22:31

Man muss sich objektiv Fragen ob eine Sache verbessert wird oder nicht. Beim Elektroauto ist es so, dass von allen politischen Akteuren, welche diese Art von Fahrzeug fordern, auf den CO2 und Schadstoffausstoß von Verbrennungsautos gezeigt wird (Peak Oil ist inzwischen kein Thema mehr, da neueste Erkenntnisse zeigen, dass sich Öl nachbildet).

Nun habe ich in meinem Japan Autoblog den Vergleich zwischen einem Vollhybriden und Elektroautos gezogen. Dabei zeigte sich, dass Elektroautos die gleiche Menge oder sogar mehr an CO2 und Schadstoffen verursachen, da die Energie in Deutschland stark aus fossilen Quellen stammt. Noch nicht eingerechnet ist der masive Material- und Zeitaufwand welcher für eine breite BEV-Nutzung nötig ist. Es ist ökologischer und ökonimischer Unsinn in diesem Szenario den Verbrenner ersetzen zu wollen, da man keinen Vorteil erhält und stattdessen noch viel mehr CO2 und Resourcenaufwand generiert.

Beim Vergleich von BEV und FCEV wird immer mit den größeren Verlusten bei der Wasserstofferzeugung argumentiert. Dies trifft aber nur im theoretischen Idealfall zu, dass das BEV direkt neben einer regenerativen Energiequelle steht und den ganzen produzierten Strom direkt aufnimmt. Mit der Praxis hat dieses Beispiel nichts zu tun, denn das Auto braucht man deswegen um sich forzubewegen und nicht um es zu Hause rumstehen zu haben. In diesem praktischen Fall kann der regenerativ gewonnene Strom nicht direkt ins BEV geladen werden, sondern das BEV wird Abands nachdem der Besitzer zu seiner Wohnung zurückgekehrt ist, an die Steckdose gesteckt unt mit deutschem Strommix versorgt.

Natürlich kann der BEV Fahrer auch hergehen, und sich zu Hause noch einen Akkuspeicher hinstellen, der mindestens genau so groß ist wie der des Elektroautos um den über den Tag gewonnenen Strom zu speichern. Das ist die Idee, welche Elon Musk seinen Kunden andrehen will. Aber hier braucht und zahlt er ZWEI große Akkus und hat zweimal Ladeverluste eines Akkus von 10-30%. Da ist Wasserstoff bereits günstiger und effizienter, weil man zum Speichern lediglich Gastanks benötigt, welche wesentlich günstiger als Lithium Ionen Akkus sind und auch wesentlich weniger Resourcenaufwand kosten.
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Re: VW für Abschaffung der niedrigeren Dieselbesteuerung - was denkt ihr?

#19 Beitrag von Tim » 14.12.2017, 22:53

Das Problem beim BEV ist, dass diese eine aufwändige Ladeinfrastruktur benötigen und zusätzliche Lastspitzen im Stromnetz verursachen, so dass sie (hierzulande) gar nicht vernünftig mit regenerativen Energiequellen zusammenspielen, sondern die Problematik sogar noch verstärken.
Schaut dazu einfach mal auf die Lastkurve hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Grundlast

Pünktlich zum Feierabend und Sonnenuntergang geht sie heute schon hoch. Wenn dann alle nach Feierabend ihr E-Auto noch anstöpseln verschärft sich der Effekt noch. Grundlast und Spitzenlast gehen noch weiter auseinander. Die erneuerbaren Energieformen hierzulande sind zudem nicht Grundlastfähig oder gar regelbar. Wir bräuchten also entweder riesige Speicher oder aber teure und schnell regelbare Kraftwerke.

Die Brennstoffzelle hätte den Charme, dass man (je nach Gusto) den Anteil der Grundlastkraftwerke erhöhen oder aber noch viel mehr auf erneuerbare Energie setzen könnte. Alles, was gerade "übrig" ist, wird einfach chemisch gespeichert. Das kann dann prima an "normalen" Tankstellen getankt werden oder auch wieder verstromt und ins Netz eingespeist werden. Wenn ir eh auf erneuerbare Energien setzen, spielt der Wirkungsgrad auch nur noch eine untergeordnete Rolle, so dass die Effizienz nicht mehr das Killerargument ist. Ob das un Wasserstoff oder kurzkettiger Kohlenwasserstoff ist, spielt dabei keine Rolle.

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Re: VW für Abschaffung der niedrigeren Dieselbesteuerung - was denkt ihr?

#20 Beitrag von Webbster » 14.12.2017, 23:26

Ja. Das mit der Grundlast hat mein Bruder auch im Groben so erklärt. Der ist Elektriker und meinte das in etwa so - wann sind denn die großen Spitzen am Tag:
In der Früh ist wenig los: Kaffeemaschinen rennen, Lichter brennen, Toaster und sonst ist da nicht viel los.
Zu Mittag ists etwas höher, aber nicht sonderlich viel los. Viele arbeiten ja da noch.

Ab Feierabend bis etwa 0 Uhr sind die meisten daheim, schauen sich sachen im Fernsehen an, waschen wäsche, es wird geputzt... Da ist der meiste Stromverbrauch.
Zwischen 0 bis 6 Uhr ist meistens ebbe. Da gibts niemanden, der viel Strom braucht - da sind die meisten Windkraftwerke und Co ja runter gefahren oder komplett aus.
Wär gut es dann für Produktion von Wasserstoff oder was weiß ich genutzt wird. Versuchen und schauen ist da die Devise.

Ein Elektroauto im Wohnviertel - kein Thema. Aber sinds gleich 10 Stück und alle nahezu leer gefahren... also wenn da die Drähte nicht zu glühen.
Man stelle sich vor - es käme ein Elektro-Auto-Boom daher und die dinger kosten so Aygo/Yaris-Größe nur noch 5.000 bis 10.000€ und dann sind gleich auf einen Schlag binnen 3 Monaten 200 Elektroautos im Umlauf. 50 davon in diesem einen Wohnviertel... und alle hängen an der Stromdose und zack... Strom aus. Wohnhaus, das auch noch elektrisch heizt: Bude kalt. Die lieben Frauen jammern, weils kalt ist oder weil kein heißes Wasser für das lang ersehnte Feierabend-Bad da ist.
Und die lieben Männer, die dann alles versuchen - wieder alles zu richten verzweifeln.

In den Zeitungen würds dann heißen: Unerklärliche Stromausfälle wegen Überlastungen. Chaos pur. (Oder so)

-
Aber wenn ich denk: Ich bin jetzt am Hof vor der Garage rumgefahren wie ein blöder, weil ich mich besser in die Garage eingeparkt hab. Alles komplett im EV-Modus, weil ich keinen unnötigen Lärm machen wollte und dann kommt mein Vater aus dem Haus, steigt in seinen VW 8 Sitzer, startet und schon rauchts ... weil erstens Motor kalt, zweitens Dieselwagen und drittens die Luft abends auch schon etwas kühler war. War ein schon ein "Genuss".
Da stell ich mir vor - wenn jetzt 50 solcher Rauchstinker zur gleichen Zeit gestartet werden... auch kein Zuckerschlecken für die Umwelt.
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Re: VW für Abschaffung der niedrigeren Dieselbesteuerung - was denkt ihr?

#21 Beitrag von Kamui77 » 15.12.2017, 00:19

Ich verweise immer wieder gerne darauf wie es in Japan gemacht wird, z.B. mit Toshiba H2One oder Honda SHS. Das sind Kompakte Wasserstoffstationen an denen der Wasserstoff mit Elektrolyse direkt und unmittelbar vor Ort hersgestellt und gespeichert wird. Man muss sich das jetzt mal bildlich vorstellen, wenn solche Stationen bei Windrädern oder ähnlichen Anlagen stehen und diese Nachts oder bei voller Netzauslastung nicht abgestellt werden, sondern ihren Strom an die H2-Station schicken und dieser dort als Wasserstoff gespeichert wird. Damit lassen sich nicht nur Autos antreiben, sondern auch Gebäude mit Wärme, Energie und Wassser versorgen, lasst Euch das mal von den Panasonic Damen erklären.
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Re: VW für Abschaffung der niedrigeren Dieselbesteuerung - was denkt ihr?

#22 Beitrag von Webbster » 15.12.2017, 07:17

Bei Toshiba H2One dachte ich zu erst an: Arg... was für ein Laptop-Akku, alter Schwede. :lol:

Aber ist sicher gut durchdacht dieses System. Wird das denn in Japan nun öfters eingesetzt?
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Re: VW für Abschaffung der niedrigeren Dieselbesteuerung - was denkt ihr?

#23 Beitrag von Schöni » 15.12.2017, 11:09

Ich habe eine Photovoltaikanlage auf dem Dach mit einem Batteriespeicher für schlappe 21.000 Euro Brutto. Batterie speichert ca. 5 KWh, Anlage auf dem Dach hat ca. 8,5 kwp.

Selbst im Sommer würde es für meine täglich 70 Kilometer nicht reichen, das Auto abends oder nachts mit der Energie aus dem Speicher zu versorgen.
Und da ist meine Frau noch keinen Meter gefahren....
Produktive Dachflächen oder Flächen rund um das Haus, wo man solche Photovoltaikanlagen aufstellen kann, sind Mangelware. Und dabei rede ich schon von einem Haus auf dem Land :schulterzuck:
Bild

Vier Liter? Kein Problem :cool: :top:

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Re: VW für Abschaffung der niedrigeren Dieselbesteuerung - was denkt ihr?

#24 Beitrag von Kamui77 » 15.12.2017, 16:58

@Webbster

Die Systeme finden so langsam Verbreitung in Japan und werden da auch staatlich gefördert. Beispiel -> JR Kawasaki Bahnhof. Beispiel -> H2 Tankstellen
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Re: VW für Abschaffung der niedrigeren Dieselbesteuerung - was denkt ihr?

#25 Beitrag von Webbster » 15.12.2017, 17:27

Is ja cool. Na, die werden sich schon was gedacht haben. Nur... wieso kommt solche Technik nicht nach Europa? Bzw. hierzulande in den Genuss eines Einsatzes? :denken:
Zu Komplex? Oder ists eher Problematisch mit den Behörden?
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Re: VW für Abschaffung der niedrigeren Dieselbesteuerung - was denkt ihr?

#26 Beitrag von Kamui77 » 15.12.2017, 18:17

Ähm... also um ganz offen und ehrlich zu sein, die Technik kommt aus Deutschland und wird in Japan eingesetzt. Zum Beispiel:
http://www.dgap.de/dgap/News/corporate/ ... sID=809206
https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q= ... fiK2rK6vQT
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Re: VW für Abschaffung der niedrigeren Dieselbesteuerung - was denkt ihr?

#27 Beitrag von Meik » 16.12.2017, 11:03

Tim hat geschrieben:Das Problem beim BEV ist, dass diese eine aufwändige Ladeinfrastruktur benötigen
Sorry, aber das bleibt Blödsinn. Steckdose mit Stromzähler bei flächendeckendem Stromnetz ist minimaler Aufwand im Vergleich zur nötigen H2-Infrastruktur. Soll da ein Tankwagen mit riesigem 700bar-Tank rumfahren? Oder tiefkalt verflüssigen und dann? Oder zusätzliches deutschlandweistes H2-Netz? Schon mal damit befasst wo der Wirkungsgrad Strom-H2-Strom liegt? Da kann ich mir auch im Hochsommer einen Heizlüfter in die Garage stellen und durchlaufen lassen, ist ungefähr genauso sinnvoll. Da ist ein Kohlevergaser-Anhänger und das Gas in den Verbrenner ähnlich gut, hatten wir früher schon mal.

H2-Speicherung hat was wenn wir mal große Ökostrom-Überschüsse haben in stationärer Anwendung um zu puffern. Also so in 50 Jahren ...

Lastspitzen sind bei der minimalen Stückzahl im Moment noch kein Thema, lässt sich aber problemlos über den Preis regeln. Da kostet der Strom halt zur Feierabendlastspitze mehr als nachts. Warum muss immer mit Gewalt das E-Auto jeden Tag zu Feierabend mit Superschnellladung randvoll geladen werden? Das sind doch Vorstellungen die mit der Realität nichts zu tun haben. Das hat bei fast allen Nutzern problemlos bis zum nächsten Morgen zeit, oder dem übernächsten. Fährt doch auch keiner mit dem Verbrenner jeden Abend volltanken, auch wenn er nur 3 Liter gebraucht hat. Aber beim E-Auto will man das unbedingt mit aller Gewalt, sonst taugt das nichts. :irre:

Zur PV: Produktive Dachflächen? Guck doch mal auf google-earth welche gigantischen Dachflächen zur Verfügung stünden. Wenn ich hier so gucke ist nichtmal jedes 30. Dach belegt.

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Re: VW für Abschaffung der niedrigeren Dieselbesteuerung - was denkt ihr?

#28 Beitrag von Kamui77 » 16.12.2017, 11:49

Meik> Jetzt überlege mal etwas weiter mit deiner "Steckdose mit Stromzähler" Aussage. Du sprichst vom 230V Schuko-Stecker, mit dem man z.B. bei einem BMW i3 12 Stunden Zeit zum aufladen braucht und dabei leicht mal auch Ladeverluste von über 30% verursacht. Ich zitiere außerdem mal aus e-stations.de
Der in Deutschland herkömmliche Haushaltsstecker trägt im CEE-System die Bezeichnung CEE 7/4 (die Steckdose CEE 7/3) oder auch "Typ F". Als Akronym für Schutz-Kontakt wird er hauptsächlich als Schuko-Stecker bezeichnet. Er ist teilweise kompatibel mit dem französischen "Typ E" Stecker.

Schuko-Steckdosen sind nicht für eine dauerhafte Belastung mit der üblichen Maximalstromstärke von 16 A (1-phasig, 230V, 3,7 kW) ausgelegt und können leicht überhitzen. Für 16A Dauerbelastung existiert der bereits als "Campingstecker" bekannte blaue CEE-Stecker. Zur dauerhaft sicheren und schnellen Ladung großer E-Fahrzeug Akkus sind die Haushaltssteckdosen daher eher nicht geeignet
Davon abgesehen, wie stellst Du Dir das vor, dass die Leute ihre auf der Straße parkenden Autos laden sollen? Soll sich da jetzt jeder eine 500m Kabeltrommel in den Kofferraum stellen und Abends vom Auto zur Wohnung hin zurückverlegen? Hoffentlich reichen dann die 500m und hoffentlch hat er eine Taschenlampe dabei, damit er nicht über die Kabel der anderen Fahrer stolpert... Dir ist hoffentlich auch klar, dass je länger der Kabelweg ist, desto größer auch die elektrischen Verluste sind.

Deswgen von meiner Seite aus sorry, aber das was Du da geschrieben hast ist undurchdachter Blödsinn, der sich nur an den gemalten Idealbildern von E-Autoproduzenten und Möchtegerngrünen Politikern orientiert. Wie Wasserstoff funktioniert wurde in diesem Thread schon mehrfach erklärt - die Tanke produziert ihn vor Ort selbst, warum kommst Du dann nochmal mit einem Tankwagen? :roll:

Ich möchte hier jetzt keinen Streit anfangen, aber irgendwo sollte man doch mal zur Erkenntnis kommen, dass wenn man Dinge ersetzen oder Verbessern will, das Neue auch besser als das Alte sein muss. Und eine Mobilität nur für Reiche mit eigenem Stellplatz zum Stromanschluss, welche genausoviel oder mehr CO2 Produziert als mit Vollhybriden und zudem noch Millardenschwere Investitionen benötigt ist kein Fortschritt sondern ein Rückschritt!
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Re: VW für Abschaffung der niedrigeren Dieselbesteuerung - was denkt ihr?

#29 Beitrag von Tim » 17.12.2017, 09:03

Meik hat geschrieben:Sorry, aber das bleibt Blödsinn. Steckdose mit Stromzähler bei flächendeckendem Stromnetz ist minimaler Aufwand im Vergleich zur nötigen H2-Infrastruktur. Soll da ein Tankwagen mit riesigem 700bar-Tank rumfahren? Oder tiefkalt verflüssigen und dann? Oder zusätzliches deutschlandweistes H2-Netz? Schon mal damit befasst wo der Wirkungsgrad Strom-H2-Strom liegt? Da kann ich mir auch im Hochsommer einen Heizlüfter in die Garage stellen und durchlaufen lassen, ist ungefähr genauso sinnvoll. Da ist ein Kohlevergaser-Anhänger und das Gas in den Verbrenner ähnlich gut, hatten wir früher schon mal.
Momen, ich habe nicht einmal von Wasserstoff sondern nur von Brennstoffzellen geschrieben - und das bewusst!
Man könnte z.B. CH4 C3H8 oder C4H10 nehmen. Und für diese Stoffe haben wir ein bestehendes Netz. C2H6O wäre auch noch interessant.

Für die Nicht-Chemiker hier: Ich spreche von Methan (Erdgas), Propan und Butan (Füssiggas) oder Ethanol. Der schöne Nebeneffekt: Diese Stoffe können auch im Verbrenner genutzt werden, so dass keine doppelte Infrastruktur nötig ist.

Ob diese Stoffe dann direkt getankt werden und im Fahrzeug mit einem Reformer H2 im Fahrzeug hergestellt wird oder ob es am Tankpunkt passiert ist dabei egal. Ich vermute stationär lässt sich das besser umsetzen.

Welche Probleme BEVs bei ausreichender Verbreitung haben, sieht man in Norwegen, z.B. http://www.manager-magazin.de/politik/e ... 68496.html
Und nun übertrag das ma auf das typische 1. Ferienwochenende...

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Re: VW für Abschaffung der niedrigeren Dieselbesteuerung - was denkt ihr?

#30 Beitrag von Kamui77 » 18.12.2017, 11:26

Acht Elektro-Autos im Reichweiten-Check — 08.12.2017 Das Reichweiten-Märchen

Mal ganz abgesehen von der Reichweite, schaut Euch mal die Verbräuche bei diesen "Ökowundern" an. Zwischen 14,6 kWh und 23,8 kWh. Das ergibt umgerechnet folgenden CO2 Ausstoß:
14,6 kWh x 527g CO2/kwh zzgl. 5,6% Netzverluste zzgl. 10-30% Ladeverluste = 97,5g CO2 beim Ioniq Electro
23,8 kWh x 527g CO2/kwh zzgl. 5,6% Netzverluste zzgl. 10-30% Ladeverluste = 159g CO2 beim e-NV200

Das gleiche Blatt hat mit seinem polemischen Prius-Test inklusive "Vollgasvergewaltigung" und Lügenmärchen ala "Besser als der Vorgänger, jedoch nicht besser als konventionelle Typen wie der VW Golf TSI oder der Opel Astra Diesel." noch immer einen Verbrauch von 5,2L erzielt
5,2L zzgl. 10% Weel to wheel = 134g CO2. Wenn man den P4 vernünftig fährt kommt man auch auf Verbräuche von 4,xL -> Spritmonitor

Kurz und knapp: Die Elektromobilität wie sie in Deutschland fokussiert wird ist ein riesen Schildbürgerstreich.
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