Garantieverfall bei Aufbringung von Unterbodenschutz

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dave1987
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Garantieverfall bei Aufbringung von Unterbodenschutz

#1 Beitrag von dave1987 » 31.08.2018, 15:26

Liebe Auris Community,

Ich wohne in den Alpen und bei uns werden die Strassen im Winter für gewöhnlich sehr aggressiv gesalzen. Ich denke daher über die Aufbringung von Unterbodenschutz bei meinem Auris TS Hybrid nach. Ich habe das bei meinen letzten 2 Fahrzeugen auch gemacht und sehr gute Erfahrung damit gemacht. Würde es beim Kfz Spengler meines Vertrauens machen lassen - also nicht beim Toyota Vertragshändler.

Nur hatte ich mal gehört, dass bei manchen Marken die Garantie gegen Durchrostung verfallen soll, sobald man dies macht. Habe mich beim Vertragshändler noch nicht erkundigt und wollte vorab mal checken, ob jemand vom Forum darüber Bescheid weiss.

Generell würde mich interessieren, ob
  • ihr Pro oder Contra Aufbringung von Unterbodenschutz seit?
  • ihr über einen möglichen Garantieverfall Bescheid wisst oder ob das nur Unsinn ist?
Vielen Danke im Voraus :D

LukasW
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Re: Garantieverfall bei Aufbringung von Unterbodenschutz

#2 Beitrag von LukasW » 31.08.2018, 23:37

Unbedingt was machen! Das Auto kommt serienmäßig nackt. Vor allem bei uns in Österreich ist es wichtig, da zusätzlich vorzusorgen.
Sonst schauen die Fahrwerksteile und die Schnittkanten am Unterboden nach ein paar Wintern hässlich angerostet aus.

Ich habs bei Toyota vor der Erstzulassung machen lassen und danach noch nachgebessert.

Rost-Garantie kann dir egal sein, denn die gilt eh nur für Durchrostung von innen nach außen. Und dass ein Fall eintritt, bei dem diese
sogenannte Garantie greift, ist sehr unwahrscheinlich. Eher geht der Rost von außen los, und da greift sie eh nicht.

Also -> machen! Zumindest wenn man in Österreich lebt. :mrgreen:

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dave1987
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Re: Garantieverfall bei Aufbringung von Unterbodenschutz

#3 Beitrag von dave1987 » 01.09.2018, 10:12

Hi LukasW,

:danke: Danke für deine Antwort. Ich bin im Grunde der selben Ansicht. Ich bin auch aus Oesterreich und bei meinen letzten Fahrzeugen (Nissan, Mazda) hatte ich auch in eine Unterbodenversiegelung investiert - mit guten Erfahrungen. :top:

Mit dem Durchrostungs-Garantiefall hast du wahrscheinlich auch recht. Ziemlich unwahrscheinlich, dass dieser Fall eintritt.

Eine Komplettversiegelung des Unterbodens hatte bei meinen letzten Fahrzeugen ca. EUR 250 -300 gekostet. Aus meiner Sicht war das immer fair. Was haben andere dafür investiert?

Viele Gruesse

Meik
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Re: Garantieverfall bei Aufbringung von Unterbodenschutz

#4 Beitrag von Meik » 02.09.2018, 21:08

Kommt hier vor allem auf die Art des Schutzes an. Wenn nichts rostet kann dir auch der Verfall der Rostgarantie egal sein.

Problematisch ist bei vielen mit größeren Schichtstärken dass man anfänglichen Rost nicht sieht. Diverse Sorten haben zudem das Problem dass die wenn die alt werden aushärten können. Eine zusätzliche Wachsschicht schadet sicher nicht, eine dicke Unterbodenschutzschicht würde ich nicht empfehlen. Ein Auto mit dick Unterbodenschutz würde ich z.B. als Gebrauchten nie kaufen - da ist einfach der Zustand darunter nicht zu beurteilen.

Bei hoher Streusalzbelastung wäre es IMHO sinniger im Frühjahr alle Unterbodenverkleidungen abzumontieren und Salzreste mit klarem Wasser vom Unterboden abzuspülen. Überall da wo die Waschanlage sonst nicht hinkommt aber Salzwasser eindringen kann. Laubreste und Dreck entfernen - gibt nichts schlimmeres bezüglich Rost als verstopfte Wasserablauflöcher oder permanente Feuchtigkeit an Stellen wo sich Laub und Dreck sammeln.

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Re: Garantieverfall bei Aufbringung von Unterbodenschutz

#5 Beitrag von LukasW » 02.09.2018, 22:18

Den Bitumen-U-Schutz macht heutzutage bis auf wenige unseriöse Gebrauchtwagenhändler kein Mensch mehr. :lol:

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Re: Garantieverfall bei Aufbringung von Unterbodenschutz

#6 Beitrag von HolgiHSK » 08.09.2018, 09:27

Besser ist Altöl.....
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Re: Garantieverfall bei Aufbringung von Unterbodenschutz

#7 Beitrag von Meik » 08.09.2018, 12:10

LukasW hat geschrieben:
02.09.2018, 22:18
Den Bitumen-U-Schutz macht heutzutage bis auf wenige unseriöse Gebrauchtwagenhändler kein Mensch mehr.
Leider immer wieder gesehen, nicht nur bei unseriösen Gebrauchtwagenhändlern sondern gerne auch bei der - wie nennt man es politisch korrekt - älteren Generation die das noch "von früher" kennt wo die Autos nach 3 Jahren schon anfingen zu gammeln. Rost am Unterboden ist heute ein kaum noch existentes Problem, und wenn reden wir über ziemlich alte Autos.

Wenn man auf >>10 Jahre Fahrzeughaltbarkeit plant (vorher lohnt das eh nicht) würde ich eher auf Lösungen wie MikeSanders gehen und die kritischen Stellen von innen behandeln. Die meisten heutigen Rostprobleme betreffen doch vielmehr Türfalze, Kanten, Wasserablaufbereiche usw.., da braucht es aber keinen Unterbodenschutz sondern dünnflüssiges Zeugs was an die kritischen Stellen auch wirklich drankommt statt sie nur zu überdecken. Fette werden heiß eingebracht, kriechen in kleinste Ecken und Ritzen und werden im Sommer immer wieder weich und härten nicht aus.

Wasserabläufe frei halten, im Winter regelmäßig Salz vom Auto runterholen usw.. sind IMHO die weit wichtigeren Maßnahmen gegen Rost.

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