Fahrwerk, Fahrbarkeit bei hoher nicht maximaler Beladung

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Re: Fahrwerk, Fahrbarkeit bei hoher nicht maximaler Beladung

#16 Beitrag von Tim » 11.04.2019, 22:57

freis hat geschrieben:
10.04.2019, 19:16
Sehr interessant,
ich habe mich auf der letzten Sommer-Urlaubsfahrt auch gewundert,
hängt hinten.jpgdaß er so in den Heckfedern hängt, wenn der Kombikofferraum so voll ist wie er bei unserem Focus war.
Dafür fängt der Focus bei hohen Geschwindigkeit und leerem Kofferraum an, hinten unruhig zu werden. Ab Tacho 180 wurde das ungemütlich.

Der Auris ist eben anders ausgelegt. Problematisch ist (allerdings bei so ziemlich jedem Kombi), dass der Kofferraum zum größten Teil hinter der Hinterachse ist und damit auch die Last dahinter liegt. Straffere Federn können da helfen, bewirken aber schlechtere Fahreigenschaften bei leerem Kofferraum insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten.

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Re: Fahrwerk, Fahrbarkeit bei hoher nicht maximaler Beladung

#17 Beitrag von Axel_M » 12.04.2019, 06:32

Moin.

Da der Hybrid ja bei 175 km/h abgeregelt ist, sind sowieso keine hohen Geschwindigkeiten erreichbar... :mrgreen:
Und mit Räder hinten dran fahre ich auch nur max. 120 km/h.

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Re: Fahrwerk, Fahrbarkeit bei hoher nicht maximaler Beladung

#18 Beitrag von musicman » 13.04.2019, 23:21

Genau wegen solcher Geschichten kommen mir keine schweren Fahrradträger auf die AHK. Jedes Gramm, dass hinter der HR-Achse ist, entlastet die Vorderräder und vermindert die Haftung und zwar um so mehr, je weiter es von der Achse weg ist. Wenn man sich so eine Winkelkonstellation mit weit nach hinten hinaus ragenden E-bikes bei machen Fahrzeugen an, ist das gut und gerne ein Faktor 1:3, d.h. ein 30kg Träger+Fahrrad nehmen vorne schon mal 10kg Anpressdruck weg. Oftmals sind das deutlich mehr und dies auch noch schwingend mit Eigenleben. 2 bikes machen dann irgendwas zwischen 10kg und 30kg variierender Belastung und verstärken das Schwingen das Fahrzeugs, was bei glatten und nassen Strassen im Grenzbereich eher zum Abflug führt, weil das ESP damit nicht gut klarkommt. Das hat mitunter massivere Auswirkungen als 2 schwere Insassen hinten, weil die bei Querbewegungen nur träge dem Fahrzeug folgen und als Dämpfermasse wirken - vor allem, weil sie weich sitzen. 2x75kg Mensch wirken zwar mit wenigstens einem Drittel auf die Vorderachse, aber diese 50kg gehen nach unten, als Anpressdruck.

Ich lade generell das schwere Zeugs beim Verreisen (Hantelscheiben, 6er-Getränkepackungen, Messgeräte) aus diesen Gründen immer unten in den Fussraum des Hecks und die erste Lage der Koffer flach darüber, dann gfs noch ein E-Piano, um eine gehörige Masse vor die Hinterräder zu bekommen. Ganz schwere Sachen kommen in den Fussraum des Beifahrers, wenn ich alleine bin. Die leichten und großvolumigen Sachen wie Decken, Jacken, Essen etc kommen nach hinten zum Kofferraumdeckel hin.

Die Methodik der Achslastverteilung kann man auch nutzen, wenn man einen Anhänger verwendet und die schweren Massen ganz nach hinten einlädt und entsprechend gegen Verrutschen in Fahrtrichtung sichert. Die Anhängerachse wird entlastet, bzw. weniger stark belastet. Nur, wenn man alleine den Anhänger fährt, mit leerem Kofferraum, ohne Insassen, würde ich es anders herum machen und die Belastung ausnutzen, damit die Seitenführund der HR erhöht wird, wenn man der AH schieben sollte.

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Re: Fahrwerk, Fahrbarkeit bei hoher nicht maximaler Beladung

#19 Beitrag von Axel_M » 14.04.2019, 07:26

musicman hat geschrieben:
13.04.2019, 23:21
bei glatten und nassen Strassen im Grenzbereich
Moin.

Irgenwie hast Du das mit der Familienkutsche Auris noch nicht verstanden. :irre:

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Re: Fahrwerk, Fahrbarkeit bei hoher nicht maximaler Beladung

#20 Beitrag von Tim » 14.04.2019, 08:11

Ich war im Freitag im Baumerkt. Auf dem Einkaufszettel:
2x 30kg Beton
6x Rasenkantensteine, je 28kg

Die Betonsäcke kamen in den Beifahrerfußraum. Vom Gewicht her könnte ich auch sagen, die bessere Häfte ist mitgefahren.
Die Rasenkantensteine in den Kofferraum. Da der Kofferraum 2cm zu schmal ist (welche Depp plant ein Auto denn so, dass man 98cm in der Breite hat?!) musste ich 2 Lagen zu je 2 Steinen längs in die Mitte packen. Die anderen beiden kamen direkt inter der Rückbank quer oben drauf. Mit dem ganzen Kleinkram, der immer mitfährt, hatte ich also 180kg im Kofferraum.
Der Auris hing gut in den Federn, hatte aber noch Federweg.
Der Heimweg (nur im Ort) über nicht perfekte Straßen war OK. Ich habe gemerkt, dass das Auto schwer ist, aber nicht das Gefühl gehabt, dass es vorne abhebt.

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Re: Fahrwerk, Fahrbarkeit bei hoher nicht maximaler Beladung

#21 Beitrag von musicman » 16.04.2019, 12:14

Axel_M hat geschrieben:
14.04.2019, 07:26
Moin.
Irgenwie hast Du das mit der Familienkutsche Auris noch nicht verstanden. :irre:
Axel
Du musst anderen nicht gleich den Vogel zeigen, nur weil du ein Argument nicht verstehst!

Es gibt durchaus Fälle, in denen

1) auch die angebliche "Familienkutsche" in einen Starkregen kommt und die Reifen trotz gemütlicher Fahrt an die Haftungsgrenze kommen
2) Leute ohne Intention "Familie" den Auris einfach deshalb erwerben, z.B. weil sie was zu transportieren haben.

Das Beispiel über mir zeigt ein Solches, wobei es noch unkritisch ist, da die Gesamtmasse klein und "richtig geladen" wurde.

Wenn man sich mal etwas mit Fahrdynamik befasst, insbesondere den Details, wie eine ESP-Elektronik/Software funktioniert und welche Annahmen sie macht, sieht man wie sinnvoll es ist, ein Auto symmetrisch zu beladen (-> "Beifahrer") und die Lenkachse möglichst gut zu belasten, insbesondere wenn dies auch noch die Antriebsachse ist.
Tim hat geschrieben:
14.04.2019, 08:11
Die Betonsäcke kamen in den Beifahrerfußraum. Vom Gewicht her könnte ich auch sagen, die bessere Häfte ist mitgefahren.
So ist es. Man muss sich nur mal ansehen, wie sich viele Autos neigen, nur weil ein 100kG-Fahrer drin sitzt und der Beifahrersitz leer blieb. Eigentlich müsste man das schon durch Federn korrigieren, wenn man es könnte. (Im Rennsport wird das im Übrigen sogar gemacht, z.B. bei der DTM).
Tim hat geschrieben:
14.04.2019, 08:11
Der Heimweg (nur im Ort) über nicht perfekte Straßen war OK. Ich habe gemerkt, dass das Auto schwer ist, aber nicht das Gefühl gehabt, dass es vorne abhebt.
Ist die Frage, ob man die Entlastung bei normaler Fahrt wirklich merken kann, zumal ein wesentlicher Teil der Masse ja nicht entlastend wirkt, wenn man es so lädt.

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