Modellpolitik Toyota

Allgemeine Diskussionen und Fragen zum Toyota Auris.
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Modellpolitik Toyota

Beitragvon Tim » 06.05.2018, 08:03

mavFG hat geschrieben:Was sprach den gegen für einen Avensis Hybrid? Der hätte hier in Europa durchaus Potential gehabt.

Die Verkaufszahlen des mittlerweilen 10 Jahren alten T27 ohne Hybrid und der allgemeine Trend zum SUV.

Leider sieht man bei Toyota nicht das Potential eines Fahrzeugs oberhalb der Kompaktklasse mit einem richtigen Hybridantrieb auf dem europäischen. Der Auris ist eben doch ein wenig klein auf der Rückbank, der Prius zu speziell und ein SUV will auch nicht jeder. Aber es passt zur Modell-Politik von Toyota: Alles streichen, was nicht genug verkauft wird - egal, ob das Auswirkungen auf die Darstellung der Marke hat.

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Re: Modellpolitik Toyota

Beitragvon Francek » 06.05.2018, 09:03

Tim hat geschrieben:Aber es passt zur Modell-Politik von Toyota: Alles streichen, was nicht genug verkauft wird - egal, ob das Auswirkungen auf die Darstellung der Marke hat.

Wer will ihnen das verdenken? Die Politik der Volkswagengruppe, jede noch so kleine Nische besetzen zu wollen um bzgl. Zahl verkaufter KfZ der Größte zu sein, hat ja unübersehbar negative Auswirkungen: Trotz hoher Preise hat die Kernmarke VW unter den Massenherstellern einen herausragend niedrigen Gewinn pro verkauftem Fahrzeug. Da stimmt dann die öffentliche Wahrnehmung, aber die wirtschaftlichen Nebenwirkungen sind nicht wünschenswert - oder wären es, wenn nicht andere Konzernmarken den Karren aus dem Dreck ziehen würden.

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Re: Modellpolitik Toyota

Beitragvon Tim » 06.05.2018, 09:56

Ich möchte die Politik damit nur als "feige" kritisieren. Man traut sich nicht, einfach mal was zu machen, weil man bei der Analyse nur nach hinten schaut und nicht versucht neue Potentiale zu nutzen.

Wir hatten es schon hier im Forum, dass der Auris TS HSD bei Einigen nur ein Kompromis ist, weil er eigentlich zu klein ist, aber Alternativen fehlen. Man müsste nicht mal ne Umfrage machen, sondern einfach nur an den nächsten Taxi-Stand gehen und fragen, wie es sein kann, dass dort plötzlich Kombis der Kompaktklasse stehen. So kleine Autos sind hierzulande für Taxen ungewöhnlich. Die Antwort ist einfach: Die Auswahl an Hybriden ist eingeschränkt.
Und in den Fahrzeugklassen oberhalb der Kompakten ist eine Automatik (die ein HSD immer mitbringt) viel wichtiger als in den kleineren Fahrzeugen. Man könnte sagen, man schlägt dort 2 Fliegen mit 1 Klappe.
Aber nein, die Verkaufszahlen eines ziemlich angestaubten Modells sind nicht so gut, also gibt es keinen Nachfolger. Vielleicht liegen die schlechten Verkaufszahlen ja auch daran, dass das Modell einfach an vielen Stellen von der Konkurenz abgehangen wurde? Oder dass es eben zu den Kanibalisierungseffekten innerhalb der Marke kam (Auris TS und RAV4)?

Toyota ist keine kleine Garagenfirma. Sie haben fast alle Komponenten im Regal liegen. Mit dem 2. Facelift (ja, es gab 2) des T27 hätte man doch einfach mal den HSD in dem Modell antesten können.

Gleiches Trauerspiel ist ja beim Verso. Und auch hier gibt es keine gesteigerte Freude darüber: https://toyota-verso-forum.de/wbb/index ... llwechsel/

Was bleibt übrig bei Toyota in Deutschland?
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Kompaktklasse Auris, Corolla
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SUV CHR, RAV4
Sportwagen GT86 (mit genau 1 Motorisierung!)
Bus Proace, Proace Verso (umgelabelter PSA)
Exoten Prius, Prius+, Mirai, Land Cruiser, Hilux

Beim Einschränken der Modellvielfalt greift die alter Händlerweisheit, dass ein verknapptes Angebot die Nachfrage erhöht eben nicht.

Wenn du schon VW ansprichst, fällt mir ein wunderschönes Beispiel ein: Den Golf VII GTD sollte es nie als Kombi geben. Man hat aber reagiert und auch den Kombi als GTD rausgebracht.

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Re: Modellpolitik Toyota

Beitragvon Francek » 07.05.2018, 08:22

Man darf nicht übersehen, dass die Klasse des Avensis im deutschen Neuwagengeschäft praktisch nur als Firmenwagen präsent ist (Geschäftskundenanteile bspw. bei Passat und A4, um hier den Volkswagenkonzern aufzugreifen, jeweils jenseits der 90%). Da sind wegen Rabattschlachten nicht wirklich große Gewinne zu machen, was den Willen zu kostenträchtigen Homologationen weiterer Antriebsvarianten für den EU-Markt nicht unbedingt fördert.

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Re: Modellpolitik Toyota

Beitragvon Tim » 07.05.2018, 22:29

Das ist richtig. Bei 90% sind immernoch 10% übrig. Der Marktanteil von Toyota liegt in D im Mment wo? Bei 2%

Davon ab, gibt es aber auch einige Firmen, die nicht leasen sondern kaufen. Sie stoßen die Autos nicht zwingend nach 3 Jahren ab sondern fahren sie bis sich das erste größere Problem akündigt. In meiner aktuellen Firma ist das z.B. so. Die Zuverlässigkeit kann dort als "Door-Opener" greifen. Die Diskussion um Fahrverbote hätte Toyota auch noch in die Karten gespielt.

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Re: Modellpolitik Toyota

Beitragvon Meik » 08.05.2018, 21:56

Francek hat geschrieben:Trotz hoher Preise hat die Kernmarke VW


Hohe Listenpreise - unterm Strich ist Toyota teurer, daher bekommen sie im Firmenwagenmarkt kein Bein an die Erde. Der Privatkäufer ist relativ uninteressant, der kauft überwiegend die jungen Gebrauchten = Ex-Firmenwagen. Selbst im Golf-Segment ist der Firmenwagenanteil immens.

Hab jetzt 2,5 Jahre meine Auris TS Hybrid als Firmenwagen bei knapp 40tkm pro Jahr im Außendienst. Der nächste Wagen wird - leider - definitiv kein Toyota Hybrid mehr. Mein Chef will nicht weil in der Vollkostenrechnung einfach zu teuer, ich will nicht weil der Antrieb zwar klasse ist aber das Auto drumherum der Konkurrenz in der Kompaktklasse einfach deutlich hinterherhinkt.

Ärgerlich finde ich das kaum vorhandene Angebot. Kompakter Kombi oder Fließheck (=Golf-Klasse), maximal 150PS und 125g CO2 (Gesetzt vom Arbeitgeber) plus Anhängekupplung. Auf so Optionen wie Standheizung, Abstandsregeltempomat oder Kurvenlicht möchte ich auch ungern nochmal verzichten. Der Auris 3 wird für mich wohl erstmal zu spät kommen, Februar 19 läuft mein aktueller Auris aus und da muss der Nachfolger schon vor der Tür stehen.

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Re: Modellpolitik Toyota

Beitragvon mavFG » 13.05.2018, 10:28

Francek hat geschrieben: Da sind wegen Rabattschlachten nicht wirklich große Gewinne zu machen, was den Willen zu kostenträchtigen Homologationen weiterer Antriebsvarianten für den EU-Markt nicht unbedingt fördert.


Rabattschlacht hin oder her, ein verkauftes Auto bedeutet Gewinn..
Das ist das gleiche Thema in der weißen Ware.. UVP und Händlereinkauf im Verhältnis zu Produktionskosten.
Keiner verlangt, das die Autos unter Wert verscherbelt werden. Aber nehmen wir mal den Avensis Kombi als Hybrid. Das wäre dann der 2,5 Benziner.
Wieviel Konkurrenz gibt es aktuell dafür?? Nichtmal Lexus - da haben nur Limous..
Klar, Toyota macht halt keine 40% Gewinn sondern vielleicht nur 25 pro Auto - dank Rabattschlacht - aber die Masse machts..
Wir waren vor 2 Jahren auf Auto suche. Bedingung Hybrid. Unserer großer VW Händler hat uns einen Satz gesagt: "Gehen Sie leiber zu Toyota, da haben die schon seit 20 Jahren und deutlich mehr Erfahrung.."

Auch ein großer VAN mit Hybrid würde hierzulande laufen.. und den gibt es bei Toyota, da muss nix neues Erfunden werden.. nur neue Zulassungen..
:auris2ts:

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Re: Modellpolitik Toyota

Beitragvon Tim » 13.05.2018, 18:33

Man darf den Blick auch nicht zu eng auf Deutschland haben. Was hier bzgl. Firmenwagen und Leasingraten passiert, ist schon extrem. Aber einmal zugelassen, kann ein Modell in der ganzen EU verkauft werden. Gerade in Ländern ohne eigene Hersteller, hat Toyota einen besseren Stand als in Deutschland.

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Re: Modellpolitik Toyota

Beitragvon musicman » 16.05.2018, 18:50

Meik hat geschrieben:Hohe Listenpreise - unterm Strich ist Toyota teurer, daher bekommen sie im Firmenwagenmarkt kein Bein an die Erde. .


Hm, das sehe Ich eigentlich anders herum: Hohe Listenpreise sind eigentlich der Gegner einer effektiven Firmenwagennutzung, zumindest für den AN, da er ihn ja versteuern muss. Massgeblich wären dann hauptsächlich die Betriebskosten und ich wüsste jetzt nicht, dass T da teuerer wäre, als ein V. Genau genommen war die betriebswirtschafltiche Rechnung der Grund für mich, einen T zu kaufen. Ich führe aber Fahrtenbuch, weil Ich so hohe km-Zahlen nicht habe und eben nicht nach Liste abschreiben möchte.

Ich glaube, dass T eher deshalb nicht bei den Firmenwagen punkten kann, weil sie das Renomee nicht haben. Die höherwertigen repräsentativen Firmenwagen sind ja so oder so für den Nutzer nicht wirtschaftlich, wenn es ein AN ist. Für den zählt eher das Repräsentative und da nehmen sich die Herren lieber einen Q7 oder einen X6, weil der so richtig was darstellt.

Die T wären aber interessant für die Selbständigen und Kleinunternehmer, die Auto wollen und nicht Optik. Damit es aber richtig funkt, wären günstige Listenpreise sinnvoll, damit die 1%-Regel effektiv ist. Das wäre so ab etwa 15.000km der Fall und dann, wenn das Auto eben wirklich den Listenpreis hätte, den man auch bezahlt. Sonst schreibt man nämlich weniger ab, als man versteuern muss und das ist niemanden zu erklären.

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Re: Modellpolitik Toyota

Beitragvon Olav_888 » 16.05.2018, 19:41

Das Problem bei der Firmenwagenfinanzierung ist weniger noch der Ankaufpreis, sondern vielmehr der utopische Gebrauchtwagenpreis für Deutsche Fahrzeuge. Wenn ich für das VW-Leasing 20% unter Listenpreis Einkauf und dann den Wagen nach 3 Jahren für 30% unter Liste wieder loswerde, dann ist das einfach ein Preis, den kaum ein andere halten kann. Und die 20% sind noch sehr großzügig gerechnet, Großfirmen bekommen da eher 30% und mehr, was dann bedeutet, dass sie für den 3 Jahreszeitraum so gut wie keinen Wertverlust finanzieren müssen.
Und der AN-Anteil ist den Firmen erst mal egal
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Re: Modellpolitik Toyota

Beitragvon Tim » 16.05.2018, 19:45

musicman hat geschrieben:Hm, das sehe Ich eigentlich anders herum: Hohe Listenpreise sind eigentlich der Gegner einer effektiven Firmenwagennutzung, zumindest für den AN, da er ihn ja versteuern muss.

Der AN entscheidet nur nicht über die Furhpark-Politik im Unternehmen. Mein letzter Golf war im Leasing etwas genauso teuer wie eine gut (nicht voll) ausgestattet C-Klasse oder ein 3er - der Listenpreis war aber fast 20.000€ drunter. Ich hätte ohne Gehaltsabzug also auch nen 3er oder ne C-Klasse nehmen können, weil die Leasingrate so niedrig war. Und diese ist für die Fuhrpark-Politik entscheident.
Ich habe über die 1% Regelung zwar rund 100€ netto "gespart" ggü. BMW/Mercedes, nur würde ich die Fahrzeuge nicht miteinander vergleichen. Aus Sicht meines AG war meine Fahrzeugwahl nicht nachvollziehbar. Aus Sicht eines AN schon. Der Grund für den Golf war aber ein anderer. Ne Heckschleuder kam aufgrund der Gegebenheiten nicht in Frage und ein Passat oder Mondeo (wären auch möglich gewesen) waren mir zu groß. Also wurde ein Golf mit fast allen Häkchen im Konfigurator bestellt.

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Re: Modellpolitik Toyota

Beitragvon Erdmännchen » 17.05.2018, 21:16

mavFG hat geschrieben:Auch ein großer VAN mit Hybrid würde hierzulande laufen.. und den gibt es bei Toyota, da muss nix neues Erfunden werden.. nur neue Zulassungen..


Welcher soll das sein? Der Estima ist ein Minivan, und auf den Sienna als Hybrid warte ich auch noch.
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Re: Modellpolitik Toyota

Beitragvon Olav_888 » 17.05.2018, 21:20

Ok, anders definiert: Sie hätten alles im Regal, ausser einem richtigen VAN (in West-Europa)
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Re: Modellpolitik Toyota

Beitragvon Erdmännchen » 17.05.2018, 21:41

Tim hat geschrieben:Ich möchte die Politik damit nur als "feige" kritisieren. Man traut sich nicht, einfach mal was zu machen, weil man bei der Analyse nur nach hinten schaut und nicht versucht neue Potentiale zu nutzen.

Ärgerlich nur, daß man nicht weit genug nach hinten schaut:
Starlet, Corolla, Tercel, Camry, Carina, Cressida, Corona, Crown, Celica und MR2 - alle gleichzeitig Mitte der 80er. Und das sind nur die PKW, dazu gab es: Hiace, Lite-Ace, Town Ace (hieß hier Model F), Landcruiser und 4-Runner.

Nix gelernt, oder alles vergessen, Toyota Deutschland?
Immerhin soll der Camry wiederkommen, wenn mein Händler Recht hat.

Dabei wäre es so einfach - als erstes zwei Neue anbieten:
GT86 als Cabrio (und Hybrid). Das wäre der einzige mir bekannte offene Hybrid.
Sienna, wahlweise mit V6 (wie seit 2014 in der Schweiz) oder Hybridantrieb. Der ist keine Konkurrenz zu irgendeinem Lexus, tritt aber den Eurovans und den Sharans auf die Füße. Es wäre auch der einzige vollwertige Siebensitzer von Toyota.

Und dann sehen, was passiert...
Danach könnte man den Fortuner nachschieben. Der ist zwar für Südostasien gedacht (und dort sehr erfolgreich - u.a. Toyota Nr. 1 auf den Philippinen), aber hier wird ja auch Dacia gekauft :mrgreen: .

Tim hat geschrieben:Beim Einschränken der Modellvielfalt greift die alter Händlerweisheit, dass ein verknapptes Angebot die Nachfrage erhöht eben nicht.

Das hat noch nie auf Dauer funktioniert. Es sei denn, man hat keine Konkurrenz.
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Re: Modellpolitik Toyota

Beitragvon musicman » 17.05.2018, 21:53

Tim hat geschrieben:Der AN entscheidet nur nicht über die Furhpark-Politik im Unternehmen.

Eben, das ist es, was Ich meine. Die AN nehmen keinen Toyota da nicht repräsentativ und im Zweifel zu teuer. Daher nehmen ihn auch die Firmen nicht, sofern sie sich nach den AN richten, was sie bei denen, denen sie Dienstwagen anbieten, i.d.R. tun.

Daher hatte Ich ja den Fokus auf den Selbständigen, die sowohl Finanzier als auch Nutzer des Wagens sind. Die können mit einem verbrauchsgünstigen Wagen druchaus sparen, wenn sie ihn viel privat fahren und auch die km abrechnen. Es nutzt aber nichts, wenn sie nicht die Rabatte bekommen. Einige Anbieter schnüren daher schon Geschäftswagentarife. Die Strategie ist, keine Rabatte zu geben, den Listenpreis trotzdem niedrig zu halten und dafür die Kiste mit Technik und Convenience vollzustopfen, damit man möglichst viel Auto fürs Geld hat, das man versteuern muss. Dann lohnt sich das auch.

Was auch wichtig ist: Lange Garantien mit den Kosten in der Anschaffung. Dann kann man das Ding günstig privat überführen, weil es nach 3 Jahren einen hohen Wertverlust hat, man kaum Steuern dafür hat und so an einen günstigen Wagen kommt. Man hat dann den von Dir skizzierten Vorteil als Verkäufer und auch als Käufer gleichermassen, weil man selber weiß, was die Kiste taugt.

Nötig für lange Garantien, wäre eben eine entsprechende langlebige Technik, mit hoher Qualität, wo der Invest in der Anschaffung steckt. Das wäre auch umweltpolitisch besser. Vielleicht kommt die EU ja doch nochmal auf die Idee und brummt den Autofirmen 5 Jahre Pflichtgarantie auf. Wenn man ein bischen Wissen über die Art der heutigen Elektronikproduktion hat, dann weiß man, dass das nachhaltige Wirkung auf die Konstruktion und die Bauteilselektion hat. Will heissen: Wenn man die Bauteile auf eine Mindesthaltbarkeit auf 3 Jahre spezifiziert, damit man in den kritischen 2 ersten Jahren kaum Rückläufer hat, kann man es genau so auch auf 7 Jahre bauen, damit 98% wenigstens 5 Jahre halten. Dann fallen am Auto einige billige Plastikteile weg und man muss nicht schon nach ein paar Jahren Bremsen tauschen.

In einer Studie haben sie mal durchgerechnet, dass eine solche Zielsetzung zwar die Autos um 15% verteuern würde, aber die mittleren Kosten für die Nutzer um 10% senken würde, weil die Autos länger halten. Im Schnitt wird die Flotte 30% länger gefahren, weil sie seltener gewechselt werden und seltener Ersatzteile brauchen. Auch der Resourcenverbrauch sinkt um 15% und der Energieaufwand zur Herstellung um 20%!

Insgesamt ist es aber schon bezeichnend, dass man ein Auto in 6 Jahren abschreiben kann. Das ist die politisch akzeptierte Nutzungsdauer. :oops:


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